Andreas Steinhöfel

Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch

(Ab 10 Jahre)
Cover: Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch
Carlsen Verlag, Hamburg 2017
ISBN 9783551556653
Gebunden, 272 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Peter Schössow. Weihnachten in der Dieffe: volles Programm und nichts läuft nach Plan! Die Bäume sind zwar geschmückt, aber wer mit wem feiert, wird noch einmal kräftig durchgemischt. Und warum verschwindet ständig so viel Essen - füttert Oskar da etwa noch jemanden mit durch? Als nun auch noch ein Schneesturm über Berlin hereinbricht und niemand mehr rauskann, ist das Chaos perfekt. Und keiner ahnt, dass auf Rico und Oskar nicht nur eine, sondern gleich zwei große Überraschungen warten...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.12.2017

Kinderbücher sind der vielleicht wichtigsten literarischen Motivation grundsätzlich beraubt: Sex und leidenschaftliche Liebe fallen als Ansporn der kleinen Helden weg, weiß Manuela Kalbermatten. Das kann aber kompensiert werden - und zwar mit Essen, verrät die Rezensentin. Und daran hält sich Andreas Steinhöfel in "Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch" auch in seinem multikulturellen Mehrfamilienhaus, in dem Menschen aller Formen und Farben Unterschiede und Gemeinsamkeiten fröhlich über dampfenden Kochtöpfen in kulinarischer Verzückung miteinander aushandeln, berichtet Kalbermatten. Doppelte Zwillingspärchen, Liebespaare aus verschiedenen Ländern oder auch gleichgeschlechtlich, Patchworkfamilien, muslimische Nachbarn und schlussendlich auch eine von Rico eingeladene schwangere Obdachlose erfreuen sich am menschlichen Miteinander und am nie enden wollenden Schlemmen, fasst die Rezensentin zusammen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2017

Laut Rezensent Fridtjof Küchemann weist die Weihnachtsgeschichte von Andreas Steinhöfel weit über das Fest hinaus. Der vierte Band der Kinderbuchreihe lässt Küchemann erkennen, wie sich Oskar entwickelt hat, seinem Vater gegenüber, seinem besten Freund Rico und überhaupt. Es geht um Verantwortung, um das Hadern mit der Sprache und komplizierte Gefühle, erklärt der Rezensent. Steinhöfels Fähigkeit, Charaktere und Beziehungen zu zeichnen, Tiefe, Wärme und Witz zu entwickeln und seine Reihe in Anspielungen fortleben zu lassen, findet er phänomenal.
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