Andreas Mand

Vaterkind

Roman
Cover: Vaterkind
Residenz Verlag, Salzburg 2001
ISBN 9783701712625
Gebunden, 224 Seiten, 20,40 EUR

Klappentext

Wenn die ewig-jungen Vierzigjährigen zu Eltern werden, bleibt auch ihnen das Erwachsen-Werden nicht erspart. Ein Roman über die Neuverteilung der Rollen in einer Generation von Berufsjugendlichen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.03.2002

Wenn etwas zu den "hervorstechenden Merkmalen" der literarischen Figuren des 42-Jährigen Schriftstellers Andreas Mand gehört, dann seien es, ist Katrin Hillgruber überzeugt, ihre Treue zu sich selbst und ihr Status als Unschuldslamm. So auch, berichtet die Rezensentin, in dem neuen, achten Roman des Autors, in dem sein Protagonist, der Gitarrist und Songschreiber Paul Schade, den manche Leser bereits aus früheren Büchern Mands kennen, samt Frau und Kind an seinen Geburtsort Duisburg zurückkehrt. Dort muss er lernen, in die Rolle des Vater hineinzuwachsen und gleichzeitig mit dem Tod des eigenen Vaters die Rolle des Sohnes aufzugeben, referiert die Rezensentin weiter über den Inhalt, der es ihr vor allem wegen des "unprätenziösen Stils" des Autors besonders angetan hat. Manche hielten diesen Stil, weiß Hillgruber, für "kunstlos". Der Rezensentin aber gefällt dieser elegische Tonfall des "Revierschriftstellers" Mand, der ein weiteres Mal eine in Moll gehaltene und eher mit den stillen Reizen der Provinz ausgestattete Geschichte geschrieben habe, seufzt Hillgruber.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.11.2001

Mand ist ein Autor, der sich zur bundesrepublikanischen Provinz bekennt. Von Kristina Maidt-Zinke erntet er dafür Spott, wenig Sympathie und vor allem gelangweiltes Gähnen. Schon bei Mands früheren Büchern sei ihr die Farb- und Freudlosigkeit in den Lebensäußerungen aufgefallen, schreibt die Rezensentin, die diesen Eindruck auch in diesem Duisburg-Roman von den müden, grauen, trägen Kommunikationsmustern bestätigt sieht. Protagonist ist ein junger Mann, der seiner Karriere als Popsänger den Rücken gekehrt hat und nun als Hausmann und Vater über sein Leben sinniert, während seine Frau das Geld verdient. Nabelschau, meint Maidt-Zinke dazu, "ohne literarischen Anspruch" und ohne die notwendige Prise Selbstironie. Zu beschauen gibt es auch bei der Nabelschau einiges - Familienstress, Tod des Vaters usw. - bewältigt wird diese, diktiert die spitze Feder der Rezensentin, mit dem "intellektuellen Besteck, das abseits der lauten Metropolen geschärft wird".
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