Berlin, Ende 1918: Die drei Freunde Carl, Isi und Artur haben sich bis in die Hauptstadt durchgeschlagen und erleben die Zeit des Umbruchs alle auf ihre Weise. Der Kaiser ist gestürzt - Träume von Freiheit liegen in der Luft. Carl beobachtet das Treiben der Aufständischen mit Sympathie, aber auch mit Sorge. Eigentlich will er nur noch eins: echten Frieden. Und Kameramann sein, bei der berühmten UFA! Artur hat sich derweil in kürzester Zeit zum König der Berliner Unterwelt hochgearbeitet. Doch Erfolg lockt Neider an - und Neider bedeuten Gefahr. Isi wiederum sucht im politischen Kampf die Herausforderung und freundet sich mit Leuten aus dem linken Umfeld an. Als sie allerdings den Adelssprössling Aldo von Torstayn kennenlernt, geraten ihre Prinzipien ins Wanken ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 25.09.2021
Rezensentin Petra Pluwatsch schmökert gerne im neuen Roman von Andreas Izquierdo. Gewohnt vielschichtig, so Pluwatsch, erzählt der Autor hier im Anschluss an seinen Vorgängerroman vom unzertrennlichen Trio Isi, Carl und Artur aus Thorn, die sich nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin jeweils eine neue Existenz aufzubauen versuchen. Die Kritikerin lobt, wie der Autor dabei tief in den historischen Stoff, ins "revolutionsgeschüttelte" Berlin des Jahres 1918 eintauche; ein weiteres Mal beweise er sich hier als Experte für das 20. Jahrhundert. Eine Geschichte über bedingungslose Freundschaft und eine "spannende Zeitreise", so Pluwatsch, deren Fortsetzung sie im Roman bereits angedeutet sieht.
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