Andrea Winkler

Hanna und ich

Cover: Hanna und ich
Droschl Verlag, Graz 2008
ISBN 9783854207382
Kartoniert, 133 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Hanna "sitzt zuhause und schweigt", sie verschließt sich in sich selbst und öffnet sich kaum. Auch nicht dem erzählenden Ich, das versucht, Hannas Geheimnis und die Motive ihres Verstummens zu erkunden, weil es nicht will, dass Hanna "ausscheidet", dass sie im Dunkel verschwindet, in die Schatten, die sie umgeben. Immer wieder öffnet sich die Tür zu "ihrem kleinen Laden", herein treten Herr Emm, Lea und Rio, in diesen kleinen Ort, an dem außer Reden nicht viel möglich ist: ein paar Schritte zwischen Fenster und Treppe - lesen, schreiben, sprechen. Mit ihren Besuchern kreist Hanna um eine Geschichte, die zerbrochen und verloren scheint, aber gesucht werden will. So sehr diese Suche die Figuren immer wieder zueinander hintreibt, so wenig kommen sie doch beieinander an

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2008

Irritiert zeigt sich Samuel Moser angesichts der Surrealität des zweiten Prosabandes von Andrea Winkler "Hanna und ich", in dem sich die Autorin auf die "Suche nach einer Geschichte" mache, was er ihr aber nicht negativ anzurechnen scheint. Ebenso wertfrei stellt er fest, dass sowohl die Figuren als auch der Zeitrahmen des Buches lediglich Vermutungen zulassen und sich damit jeder Versuch einer Inhaltsangabe erübrigt. Der Umstand, dass Winkler wiederholt Zitate von Aichinger, Dostojewski, Robert Walser und anderen in ihr Werk einfügt, hat bei dem Rezensenten den Eindruck erweckt, die Autorin mache sich selbst zum Gegenstand des Textes, um schließlich darin zu verschwinden. Positiv bemerkt der Rezensent, der uns ein wenig ratlos über sein Urteil zu diesem Buch lässt, die Stärke von Winklers Prosa liege in ihrer Schlichtheit.
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