Eleonore Frey

Aus der Luft gegriffen

Ein Roman
Cover: Aus der Luft gegriffen
Droschl Verlag, Graz 2011
ISBN 9783854207771
Gebunden, 166 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Helen Schnee, die Heldin der Geschichte, fällt der Autorin aus heiterem Himmel nahezu auf den Schreibtisch, und dadurch entspinnt sich natürlich ein besonders enges Verhältnis zwischen den beiden. Helen Schnee, so wenig verankert in unseren bürgerlichen Lebenswelten wie die meisten Figuren bei Eleonore Frey, versucht Fuß zu fassen und landet schließlich beim Offenen Ohr , einer Art Krisentelefon, einer Organisation, hinter der sich aber auch etwas ganz anderes verbergen könnte. Aber nicht nur die Arbeit definiert den bürgerlichen Menschen, auch sein Wohnort und sein Familienstand sind von Interesse, und also kommt Helen Schnee auch zu einer Unterkunft und zu allerlei zwischenmenschlichen Kontakten. Ihr Einverständnis mit den gegebenen Verhältnissen hält sich jedoch in Grenzen, und also befreit sie sich wieder, in Absprache mit der Autorin, und setzt ihr wolkenleichtes Leben andernorts fort, aber nicht ohne Interesse und Mitgefühl für die Menschen, die bisher ihren Weg gekreuzt haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2011

Sabine Brandt kann gar nicht aufhören, sich zu amüsieren über, mit, durch diesen Roman von Eleonore Frey. Eine Autorin, die von ihrem Recht Gebrauch macht, auf Konventionen zu pfeifen und ihrer Fantasie die Zügel schießen zu lassen, wenn sie eine reichlich unirdische Geschichte erzählt, mit engelsgleichen Wesen, dass Brandt nicht weiß: Ist es ein Traum, ist es ein Märchen? Daher die etwas unernste Besprechung, entschuldigt sich die Rezensentin. Weniger entschuldbar erscheint ihr die sprachliche Sorglosigkeit der Autorin. Keine Wortengel, Satzungeheuer begegnen Brandt hier und machen ihr das Lesen schwer. Es könnte also sogar noch amüsanter sein.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.03.2011

Angelika Overath wirkt ganz verzückt von Eleonore Freys poetischem Roman um ein Luftwesen namens Helen Schnee. Hier kann man nachlesen, wie sich die Fantasie aus der Autobiografie speist, aus der Imagination reale Wesen mit einer Geschichte und einer Entwicklung werden und wie aus dem Anfangseinfall Konsequenzen erwachsen, freut sich die Rezensentin. Sie ist von der Souveränität, mit der die amerikanische Autorin ihre Poetologie entwirft beeindruckt und hat offensichtlich auch mit Anteilnahme die Entwicklung des Fantasiegeschöpfs Helen, das Frey sich "aus der Luft gegriffen" hat und am Ende in selbige sich auflösen lässt, verfolgt. Overath preist den Roman als "traumhaft schönes" Schmuckstück, das mitunter sogar "herzzerreißend komisch" ist, wie sie schwärmt.
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