Tausende von Menschen sind im vergangenen Jahr von den staatlichen Behörden ihrer Länder getötet worden. Viele wurden von Gerichten zum Tode verurteilt und hingerichtet, und dies oft nach Prozessen, die den Grundsätzen der Fairness nicht entsprochen haben. Andere wurden Opfer politischer Morde durch Soldaten, Polizei, "Todesschwadronen" und andere im Dienste von Regierungen stehende Personen. Gefangene wurden zu Tode gefoltert oder starben an den Folgen vorsätzlicher Misshandlung und Vernachlässigung. Der Jahresbericht 2001 gibt Auskunft über die Menschenrechtssituation in aller Welt. Er informiert über das Schicksal gewaltloser politischer Gefangener, die Verweigerung fairer Gerichtsverfahren, die Anwendung von Folter und Todesstrafe sowie extralegale Hinrichtungen und das "Verschwindenlassen" von Personen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2001
Gregor Schöllgen sieht einen der Schwerpunkte in diesem Buch in dem Problem, das die Globalisierung für die Arbeit von Amnesty International bedeutet. Und so geht er vor allem auf die Analyse des Generalsekretärs Pierre Sané ein, nach dessen Diagnose die Globalisierung oftmals eine Auflösung der Nationalstaaten zur Folge hat. Dies wiederum, so Schöllgen, ist für Amnesty International ein großes Problem, weil die "Nationalstaaten die eigentlichen Adressaten" der Menschenrechtsorganisation sind, weil sie sich durch "internationale Menschenrechtsverträge gebunden haben". Bei Auflösung dieser Staaten jedoch können sie, so der Rezensent nicht in die Verantwortung genommen werden. Sanés Ausführungen scheint der Rezensent überaus erhellend zu finden, jedoch weist er darauf hin, dass der vorliegende Band selbstverständlich auch andere Themen behandelt, u. a. "Straflosigkeit" (z. B. Augusto Pinochet), Sierra Leone, Israel und die besetzten Gebiete wie auch Deutschland.
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