Wie verändert sich Geschichte, wenn sie statt einer gebildeten Elite einem Massenpublikum präsentiert wird? Dieser Frage geht die Autorin mit Blick auf die französische Geschichtskultur - Pariser Museen und Weltausstellungen - im 19. Jahrhundert nach. Besonders die Darstellung der Fremden auf Völkerschauen regte die Präsentation der eigenen französischen Alltagsgeschichte an. Dadurch wurde das Selbstbild der Kulturnation in Frage gestellt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.11.2001
So richtig überzeugt ist der Rezensent mit dem Kürzel uha nicht von dieser Dissertation, die sich mit den Weltausstellungen im Paris des 19.Jahrhunderts und mit deren Wirkung auf die Form der Darstellung von Geschichte und Kultur im Allgemeinen hatte beschäftigt. Und das obwohl deren Lektüre dem Rezensenten einige interessante Einblicke beschert hat - etwa, dass Diskussionen "über den zulässigen Grad der popularisierenden Inszenierung" von Geschichte heute und damals ähnlich geführt wurden. Trotzdem, dem Rezensenten missfällt, dass die Arbeit zu "materialschwer" ist und die Autorin Alice von Plato sich deshalb in Sekundarliteratur verzettelt.
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