Alexandros Stefanidis

Wie geht's den Jungs vom Gottesacker?

Meine unorthodoxe Jugend im katholischen Internat
Cover: Wie geht's den Jungs vom Gottesacker?
Rowohlt Verlag, Reinbek 2014
ISBN 9783499617089
Kartoniert, 256 Seiten, 9,99 EUR

Klappentext

"Mein Name ist Alexandros Stefanidis. Ich bin zu einem großen Teil in einem katholischen Jungeninternat in der Südwestpfalz aufgewachsen. Unter lauter Deutschen. Nicht jeder hat so viel Glück. Im Internat St. Pirmin in Dahn gab es damals so gut wie keine Ausländer und folgerichtig auch keine Ausländerkinder in meinem Alter. Für die anderen Jungs war ich ab dem ersten Tag nur der Grieche . Das ist kein Witz. Statt Alexandros oder Alex hieß ich fortan für alle Grieche . Und zum ersten Mal spürte ich, wie hilflos ich mich ohne mein bisheriges Koordinatensystem fühlte. Ohne meine Eltern, ohne meine Brüder, ohne meinen geliebten Bolzplatz, den Gottesacker: ohne meine Heimat. Mein Leben in mindestens zwei Welten begann."

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.09.2014

Ein Buch für die Jugend? Aber sicher, meint Christiane Müller-Lobeck. Alexandros Stefanidis' radikal subjektiver, drauflos erzählter Bericht aus einer Migrantenjugend in Deutschland anno Kohl, noch dazu in einem kirchlichen Internat bietet der Rezensentin jede Menge Erkenntnisse über die Realität von Gastarbeiterkindern in den 80ern, über Erfahrungen mit rassistischer Ausgrenzung und den Schlamassel der Jugend allgemein. Literarische Feinarbeit oder Objektivierung braucht es dazu laut Rezensentin gar nicht.
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