Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. Mülldeponien auf der ganzen Welt sind überfüllt. Über die täglich anfallenden Millionen Tonnen von Müll entstehen fast überall regelrechte Kriege. Der Müll wird illegal entsorgt oder als heiße Ware verschifft, verkauft oder geschmuggelt. Der Journalist Alexander Clapp bereiste auf den Spuren unseres Mülls fünf Kontinente und enthüllt eine katastrophale Realität: Unser Müll hat in den letzten 40 Jahren eine weltumspannende, milliardenschwere Wirtschaft hervorgebracht - mit verheerenden Folgen für die ärmsten Länder der Welt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.01.2026
Ein wichtiges, engagiertes Buch über globale Müllströme hat Alexander Clapp Rezensent Wolfgang Schneider zufolge geschrieben. Clapp besucht durch Müll verseuchte Orte im sogenannten globalen Süden, in die der globale Norden seinen Elektro- und Plastikschrott, oder auch ausrangierte Kreuzfahrtschiffe schickt. Heutzutage geschieht das ganz legal und teils im Namen des Recyclings, was allerdings Etikettenschwindel ist, da sich vor allem Plastik kaum angemessen recyceln lässt. Insofern ist das auch ein Buch über die Lügen der Industrie in unseren Breiten, die uns glauben machen will, dass mit korrekter Mülltrennung die Probleme behoben sind. Dem ist nicht so, lernt Schneider aus diesem spannenden Buch, das Geschichtsschreibung, Reisebericht und Umweltanalyse in einem ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2025
Rezensentin Judith Raupp begibt sich mit dem Reporter Alexander Clapp auf eine erschreckende Reise dem Müll der Industrienationen hinterher: Der Kapitalismus erzeugt vermeintliche Bedürfnisse, die dafür sorgen, dass immer mehr giftiger, umweltschädlicher (Plastik-)Müll entsteht, für den der Westen keinen Platz hat. So wird der Müll ausgelagert in Staaten des globalen Südens, Clapp nimmt uns zum Beispiel mit auf die Müllhalde Agbogbloshie in Ghana, der dort abgeladene Elektroschrott soll eigentlich recycelt werden, was aber wegen der Legierung diverser Stoffe gar nicht funktionieren kann. Raupp liest atemlos von den Schäden, die die Müllauslagerung verursacht und dem großen Geschäft, das damit trotzdem zu machen ist. Die Kritikerin hat einzig zu bemängeln, dass der Autor an einigen Stellen nicht nachweisbare Informationen verbreitet, das schmälert ihr zufolge die ansonsten große Überzeugungskraft des Buches.
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