Mit sämtlichen Gefühls- und Spielarten der Liebe wird der Pariser Polizeikommissar Olivier konfrontiert. Er hat eine Frau zu verhören, die von sich behauptet sie verwandle die Männer nach dem Akt in alle möglichen und unmöglichen Gestalten, sie entstelle ihre Rivalinnen, bringe Liebhaber und Liebhaberinnen um. Zunächst glaubt der Kommissar, es mit einer Verwirrten zu tun zu haben. Dann begreift er, daß die Person ein ungeheures Wissen um Gefühle von Liebe und Haß, Zuneigung und Zerstörung hat. Immer wieder hört er die Bänder ihres Verhöres ab um dem Geheimnis dieser Frau auf die Spur zu kommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.11.2012
Fritz Göttler kennt sich aus mit dem Film Noir. Hier trifft er allerdings eine Art literarisches Melville-Kino. Weil Albert Ostermaier sich für die üblichen Konstruktionsprinzipien von Literatur nicht halb so viel interessiert wie fürs Kino, wie Göttler weiß, kämpft der Held des Buches, ein einsamer Flic in den Straßen von Paris (natürlich), eher gegen einen Mythos an, als gegen eine Serienmörderin, die ihm in langen Verhören gleich einer Circe ihre Unersättlichkeit auseinandersetzt. Zur Cinéphilie gesellt sich Bildungsbürgerkitsch, Pathos und Klischee. Göttler findet das cool.
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