Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.02.2000
Große Freude hat Paul Jandl bei der Lektüre dieses Buches offensichtlich nicht verspürt. Jedoch scheint dies weniger an der Qualität der Monografie zu liegen als vielmehr an der Thematik selbst. Berger habe sich "kaum die Mühe gemacht, den Widerwillen vor ihrem Gegenstand zu verbergen", behauptet Jandl. Dies darf auch für den Rezensenten gelten, der Weinhebers "heute grotesk wirkenden artistischen Hymnen, Oden und Sonettenkränzen" nicht viel abgewinnen kann. Zwar nimmt Jandl Bergers aufwendiges Bemühen durchaus zur Kenntnis. Allerdings stellt er die Frage, ob eine Studie über die "biographisch-psychologischen Verwerfungen des Phämomens Weinheber" nicht mehr Sinn gehabt hätte.
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