Alain de Botton

Glück und Architektur

Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein
Cover: Glück und Architektur
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783100463210
Gebunden, 287 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Mit zahlreichen Abbildungen. Wann macht uns ein Haus glücklich? Tausende Bücher wurden über Architektur geschrieben, aber diese eine Frage blieb ohne Antwort. Doch wenn das Auge sich an der Kühnheit des Entwurfs sattgesehen hat, muss der Mensch darin wohnen - Tag für Tag. In "Glück und Architektur" untersucht Alain de Botton eine der wichtigsten Beziehungen in unserem Leben: die zu den Häusern und Wohnungen, in denen wir leben und arbeiten. Denn die Dinge und Möbel, mit denen wir uns umgeben, wissen weit mehr von uns, als wir denken, und nicht in jedem Haus sind wir der gleiche Mensch. In einem Rundgang von mittelalterlichen Hütten zu englischen Landhäusern, von Sofas zu Kathedralen, von Strawberry Hill zu Le Corbusier schärft Alain de Botton den Blick auf unsere Umgebung.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.06.2008

Rezensent Ingo Flothen ist recht angetan von den Gedanken, die Philosoph und Autor Alain de Botton über Architektur formuliert - auch wenn seine Ausführungen voller Unausgegorenheiten und Widersprüche steckten, wie Flothen konstatiert, und Botton sich nicht festlegen wolle, welche Wirkungsmacht er der Baukunst überhaupt zugesteht. Doch gerade sein planloses Argumentieren, "diese Unverschämtheit, dieses Ganz-kindlich-und-naiv-ohne-Scham-Sein" ist in Flothens Augen, was das Buch lesenswert und unterhaltsam macht - auch für Architekten, die sich Bottons Unbehagen nicht verschließen sollten. Und "für den Laien ist die Lektüre allemal ein Vergnügen" findet der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.04.2008

Alain de Bottons Buch über "Glück und Architektur" hat bei Christopher Schmidt gemischte Gefühle ausgelöst. Geradezu schwärmerisch äußert er sich über die schöne und geschmackvolle Aufmachung des Bands. Auch scheint ihm der Überblick über die "raren Glücksmomente" der Baugeschichte durchaus erhellend. Außerdem kann er dem Ansatz, Bauwerke wie Texte zu lesen, einiges abgewinnen, verdankt das Buch diesem Ansatz in seinen Augen doch seine "schönsten Partien". Überhaupt schätzt die Leichtigkeit und Hellsichtigkeit der Darstellung, etwa wenn de Botton zeige, dass auch die allem Bauen zu Grunde liegenden Ideale der Zeit ebenso unterworfen sind wie die Bauten selbst. Auf der theoretischen Seite hält Schmidt dem Autor vor, ästhetische Theoreme immer so zu benutzen, "wie er sie gerade braucht".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2008

Angetan zeigt sich Rezensent Dieter Bartetzko von diesem Buch über "Glück und Architektur" Alain de Bottons, den er als "glänzenden Essayisten" schätzt. Anhand überraschender Beispiele führt der Autor seines Erachtens vor Augen, dass Gebäude eigentlich "Gestalt gewordene Wertvorstellungen" sind. Architektur erscheine als Spiegel und Stimulanz des menschlichen Lebens, Denkens und Tuns. Allerdings kann Bartetzko dem Autor nicht den Vorwurf ersparen, letztlich selbst der Subjektivität zu verfallen, die er bei anderen auf unterhaltsame Weise demaskiert. De Botton suggeriere eine "allgemeinverbindliche Schönheit von Bauwerken und Stilen", aber er beweise sie nicht.
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