Dieter Bartetzko, Gottfried Müller

Türme, Paläste und Kathedralen

Eine Zeitreise durch die Geschichte der Architektur
Cover: Türme, Paläste und Kathedralen
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783596852727
Gebunden, 527 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Zwei Kinder verfolgen einen entwischten Falken und sehen sich plötzlich einem Jungen gegenüber, der aus der Vergangenheit kommt und sie mitnimmt auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Architektur: von den Cheops-Pyramiden über die Akropolis bis hin zu Versailles und dem Frankfurter Messeturm. Ebenso spannend wie unterhaltend vermittelt das Buch auf diese Weise den kulturellen Zusammenhang, in dem die jeweiligen Bauwerke entstanden sind. Ein Abenteuerroman und eine elegante Architekturgeschichte Europas in einem!

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.01.2009

Rezensent Thomas Binotto ist enttäuscht von diesem "veritablen Wälzer", mit dem Dieter Bartetzko jugendlichen Lesern die Architekturgeschichte nahe bringen will. Das liege aber weder am Inhalt, noch an der edlen Aufmachung, sondern einfach daran, dass der Autor wenig Talent als Erzähler hat. Da hilft in Binottos auch Bartetzkos "enormes Sachwissen" wenig, das er durchaus zu würdigen weiß. Der Rezensent fühlte sich, als wäre er zu einem "lebenslänglichen Museumsrundgang verdonnert worden". So schlißt Binotto, Bartetzko "wäre besser beim Sachbuch geblieben, ohne sich mit einem Roman selbst in die Quere zu kommen".

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.11.2008

Wichtig, aber nicht wirklich gelungen findet Rezensent Manfred Sack diesen Architekturführer für Kinder, was seiner Diagnose zufolge hauptsächlich daran liegt, dass Autor Dieter Bartetzko aus der  Sorge zu langweilen die Rolle des (erzählenden) altägyptischen Mondgottes Thot angenommen habe, hinter dessen Maske er sich dann leider oft auf Abwegen und Nebensträngen verplaudere. Vieles dieser Reise durch die Architekturgeschichte sei in ?mythologische, historische, geografische? Geschichten verpackt, was auch das Anschwellen des Buchvolumens zur Folge gehabt habe - eine Geduldsproben für jugendliche Leser, wie Sack spekuliert. Im Gegensatz zum Wortreichtum des Textteil sind die visuellen Botschaften des Buchs für seinen Geschmack dann etwas karg und ?artig gezeichnet? ausgefallen. Auch fehlen ihm Abbildungen von Säulentypen.