Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte. Hauptherausgeber Hans-Peter Schwarz. Mitherausgeber Helga Haftendorn, Klaus Hildebrand, Werner Link, Horst Möller und Rudolf Morsey. Bearbeitet von Martin Koopmann, Matthias Peter und Daniela Taschler. Wissenschaftliche Leiterin Ilse Dorothee Pautsch. Im September 1971 reiste Bundeskanzler Brandt in die UdSSR. Die Gespräche mit Generalsekretär Breschnew auf der Krim, markierten einen weiteren wichtigen Schritt in der Ausgestaltung der bilateralen Beziehungen ein Jahr nach Unterzeichnung des Moskauer Vertrags. In langwierigen Verhandlungen gelang es den Staatssekretären Bahr und Kohl mit dem Abkommen über den Transitverkehr von und nach Berlin (West), einen ersten Schritt in diese Richtung zu unternehmen. Die Bemühungen der DDR um internationale Anerkennung bildeten einen weiteren Schwerpunkt des Jahres 1971. Daneben brachte es mit dem EG-Beitritt Großbritanniens den Durchbruch in den langjährigen Bemühungen um eine Erweiterung der Gemeinschaften.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2002
Gregor Schöllgen stellt fest, dass die "Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1971" über die dramatische Weltlage nicht besonders gut informieren. Für den Rezensenten dokumentiert das eindrücklich, wie ausgeschlossen von wichtigen weltpolitischen Entwicklungen und Entscheidungen die Bundesrepublik Deutschland zu der Zeit war. Aufschlussreicher dagegen erscheinen ihm die Texte, die die Verhandlungen mit der DDR betreffen. Dazu hat er in den Akten 454 Dokumente gefunden, die von zehn Wissenschaftlern zusammengestellt worden sind. Schöllgen lobt die Herausgeber für ihre "sorgfältige Bearbeitung" und preist insbesondere Kommentar und Register. Zusammen vermitteln sie vor allem einen Eindruck davon, wie schwierig sich die Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten gestalteten, so der Rezensent angetan. Die "Entscheidung der Editoren", die Verhandlungen mit der DDR derart "breit" zu belegen, findet besonders deshalb den Beifall Schöllgens, weil dieser Bereich 1971 gar nicht der Außenpolitik zugeordnet, sondern nach damaligem Dafürhalten von "besonderer Art" war.
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