Adrian Geiges

Brasilien brennt

Reportagen aus einem Land im Aufbruch
Cover: Brasilien brennt
Quadriga Verlag, München 2014
ISBN 9783869950631
Gebunden, 288 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Lange Jahre berichtete der Journalist Adrian Geiges aus China und Russland. Nun hat er das Land der Fußball-WM als neue Heimstatt gewählt: Brasilien, ein Land im Aufbruch. Geiges übernachtet in Indianerhütten am Amazonas, steht bei VW in São Paulo an der Werkbank, erlebt wilde Partys an der Copacabana und wohnt in einer Favela von Rio de Janeiro, einem Armenviertel, das zwischen Militärpolizisten und Drogengangs umkämpft ist. Doch Brasilien ist längst nicht mehr "Dritte Welt". In wenigen Jahren wird Brasilien einer der neuen Wirtschaftsriesen sein: Ein Gigant erwacht! Erwacht sind auch seine Bürger, die sich gegen korrupte Politiker erheben und ihre Rechte einfordern.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.04.2014

Recht gut gelaunt bespricht Martin Kaul die, wie er rasch anmerkt, eher tagebuchartigen Reportagen aus Brasilien des Fernsehregisseurs Adrian Geiges. Dass dieser kein Brasilien-Experte, wohl aber ein weitgereister Journalist ist, findet der Rezensent zunächst einmal gar nicht schlecht: Sowohl von Klischees, als auch von "inhaltsschwerer Analytik oder moralinsauren Gedankengängen" bleibt der Leser hier verschont, stattdessen gibt es Skurrilitäten und kleine Kostbarkeiten aus einem Land zu berichten, das von außen mit vielen klischierten Vorstellungen besetzt wird. Zwar schleiche sich in das Buch die eine oder andere Länge ein, auch entfalte nicht jeder Bericht - etwa die Home Story bei Glenn Greenwald - sein ganzes Potenzial. Dennoch kann der Kritiker dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich mit dem Gastgeberland der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft näher befassen will.
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