Aus dem Persischen von Anneliese Ghahraman-Beck. Abbas Maroufis Roman aus dem Iran erzählt von zwei Brüdern wie Kain und Abel und von ihrer Familie, die der Kampf zwischen Eigenem und Fremden zerreißt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2005
"Verstörung und Zerfall, Gewalt und glücklose Leidenschaft" hat Angela Schader in diesem Roman obwalten sehen. "Die Symphonie der Toten" ist bereits 1989 als erster Roman des seit 1996 im deutschen Exil lebenden Iraners Abbas Maroufi erschienen, wie die Rezensentin in ihrer Vorstellung von Maroufis Romanwerk informiert. Sehr beeindruckt legt sie das vielschichtige Geflecht des Romans dar, der den Bruderstreit von Kain und Abel ins nordiranische Ardebil verlegt, in das Haus eines wohlhabenden Kaufmanns. Dessen beide Söhne - geschäftstüchtig und materialistisch der eine, dichterisch begabt, schön und rebbelisch der andere - lässt Maroufi verzweifelt um die väterliche Liebe ringen, und wie er dabei mit scharfem Strich eine soziale Topografie, ringt der Rezensntin offenkundig großen Respekt ab.
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