Michael Krüger

Die Wiedereinführung der Sanduhr

Gedichte
Cover: Die Wiedereinführung der Sanduhr
Suhrkamp Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783518475362
Taschenbuch, 159 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

"Wenn ich die Jahre der Entstehung dieser Gedichte rückblickend überschaue, dann treten drei Erfahrungen hervor, die sie wahrscheinlich am stärksten geprägt haben: die ländliche Umgebung, in der ich seit ein paar Jahren lebe, der Tod der engsten und liebsten Freunde - und die Erfahrung des Krieges, die mich besonders getroffen hat", schreibt Michael Krüger in seiner Nachbemerkung. Die Gedichte sind in den letzten fünf Jahren entstanden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2026

Sehr zitatreich bespricht Rezensentin Friederike Reents diesen Gedichtband des Schriftstellers und ehemaligen Hanser-Verlegers Michael Krüger. Ganz nahe kommt sie Krüger hier, nicht nur, weil der in seinem Nachwort über die wesentlichen Erfahrungen schreibt, die seine Gedichte geprägt haben: Die ländliche Umgebung, der Tod enger Freunde und die Erfahrung des Krieges, lesen wir. Vor allem letztere durchzieht den Band, in dem Krüger immer wieder auf den russischen Angriff auf die Ukraine zu sprechen kommt, bemerkt Reents. Gleichwohl sind die Gedichte von Hoffnung geprägt, die Krüger in der Natur, in der Kunst Giovanni Segantinis oder in der Bibel findet. Und doch bleiben Zweifel, erkennt Reents und zitiert: Gott ist dem Dichter mitunter "ein lautes Nichts". Die Kritikerin jedenfalls hofft, noch viel von Krüger zu hören.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 07.07.2026

Rezensent Carsten Hueck bekommt mit den Gedichten von Michael Krüger zwar kein Trostbuch, denn es geht sehr direkt auch um Tod und Bedauern, Melancholie und Altern, doch die in den Texten wiederkehrende Idee, sich als Teil der Schöpfung zu sehen, hat für Hueck auch etwas Tröstliches. Krügers Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Dauerhaften, so Hueck. Gedichte an Freunde, Gedichte über die Natur, das Ewige, die Tiere und das Wetter, Bezüge zu Beckett und Homer entdeckt Hueck im Band. Und immer sind es die Neugier und die Aufmerksamkeit des Autors, die die Lektüre für den Rezensenten besonders machen. 

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