Aus dem Tschechischen von Anja Tippner. Was ist die Liebe? Und wie lebt man sie, die große, einzige, wahre? - Die Menschen in Ivan Klimas Erzählungen müssen sich entscheiden, ob sie es wagen, ihr bisheriges Leben für die Liebe aufzugeben oder für immer aufeinander zu verzichten. So wie das Liebespaar Bill und Tereza, er in Australien, sie in Prag. Oder der alte Richter Martin Vacek, der sich in eine junge Frau verliebt, aber seine Frau, die selbst einen Geliebten hat, nicht verlässt...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2002
Christiane Zintzen ist entnervt. Inhaltlich hat sie zu Ivan Klimas Erzählungen nicht sonderlich viel zu sagen, was vermutlich daran liegt, dass sich die Inhalte ohnehin unerträglich gleichen würden: älterer Mann, jüngere Frau, eine Geliebte, Liebe und Tod. Das schlimmste allerdings sei, dass Klima dieses Manko auch sprachlich nicht auszugleichen wisse, sondern eher verschlimmert. Der Stil lasse jede literarische Entfremdung der banalen Alltagsgespräche vermissen, zudem sei er holprig und somit unangenehm zu lesen, außerdem seien die Figuren platt gezeichnet. Dies alles sei vermischt mit "forciert eingehauchter tragischer Ironie" und ende in "verquastem Männerkitsch". Am Ende des Buches ist es der Rezensentin sogar egal, ob die stilistischen Zumutungen eher Klima oder dessen Übersetzerin zu verdanken seien, und eine solche Aussage dürfte für sich sprechen.
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