Anton Tschechow

Anton Tschechow: Frühe Erzählungen, 2 Bände

Er und sie; Ende gut
Cover: Anton Tschechow: Frühe Erzählungen, 2 Bände
Diogenes Verlag, Zürich 2002
ISBN 9783257063202
Gebunden, 1152 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben, aus dem Russischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Peter Urban. Anton Tschechow war offen für alles. In seinen frühen Moskauer Jahren tobte er sich stilistisch aus, ohne dabei seine Vorbilder Turgenjew und Puschkin aus dem Auge zu verlieren. Mit diesen Erzählungen hat der deutsche Leser erstmals die Möglichkeit, Einblick zu bekommen in die experimentelle Phase des Autors, der sich später viel disziplinierter und sparsamer verhielt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2003

Ulrich M. Schmid hat überaus vergnügliche und anregende Stunden im Russland des späten 19. Jahrhunderts verbracht; seine kundigen Begleiter waren der junge Anton Tschechow und sein kongenialer deutscher Übersetzer Peter Urban. Die großen ideologischen Entwürfe, berichtet er, waren seinerzeit verbannt aus der Literatur; leichte Kost war gefragt, und der Medizinstudent Tschechow konnte liefern - schnelle Feuilletons und satirische Prosaskizzen, die gleichwohl schon sein großes erzählerisches Talent offenbarten. Und seine ganz eigene Stimme: feinfühlig, antiromantisch, ohne den erhobenen Zeigefinger des moralischen Besserwissers und wenn tragisch, dann ganz ohne melodramatisches Crescendo. Schon damals habe Tschechow meisterhaft die präzise Zeichnung von Figuren beherrscht, die ihre Schwächen allein durch ihr Handeln und Sprechen bloß legen. Und Peter Urban? Der habe nicht nur "den knappen tschechowschen Satz" tadellos und inspiriert übertragen, sondern zudem Anmerkungen beigefügt, die nicht nur die Texte rückblickend erläutern, sondern des jungen Dichters Prosabilder von Russland mit Funden aus "zeitgenössischen Enzyklopädien und Reiseführern" komplettieren.
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