Wie nahe Leben und Tod sind, erfährt Vanessa seit frühester Kindheit. Die Großeltern und eine Nachbarin besuchen regelmäßig den Friedhof, Vanessa muss sie begleiten. Ihr gefallen diese ersten Reisen in eine unheimliche Welt. Die Mutter hingegen geht nicht mit. Oft schließt sie sich tagelang in ihr Zimmer ein.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2000
Umständlich stellt Beatrice Eichmann-Leutenegger fest, dass sich die Autorin hier mit einer "zumeist parataktischen Sprache" mit "rudimentärem Habitus" einem "cimiterischem Kindheitsstoff" genähert habe. Diese parataktische Sprache findet die Rezensentin jedoch durchaus angemessen - solange es darum geht, die bedrückende Welt des Mädchens zu beschreiben. Bedauerlich findet sie jedoch, dass Schmid es in ihrer Erzählung nicht bei der Kindheit der Protagonistin belassen, sondern die Geschichte bis zu deren Erwachsenenalter fortgeführt hat. Denn dieser späterer Teil der Erzählung steht ihrer Ansicht nach mit seiner vergleichsweise oberflächlichen Abhandlung in negativem Kontrast zu "den dichten und detailreichen Kinderszenen".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…