Vorgeblättert

Hier finden Sie eine Liste der Bücher, für die wir seit 2002 Leseproben ausgesucht haben.
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Wolfgang Kraushaar: Keine falsche Toleranz!

Vorgeblättert 27.10.2022 Vor dreißig Jahren erschütterte eine Serie rechtsextremer Mordattentate Deutschland, oder genauer: Es dauerte eine ganze Weile, bis Deutschland erschüttert war. Unterdessen entfaltete sich zwar nicht mit direkter Kooperation staatlicher Stellen, aber doch mit stillschweigender Duldung ein düsteres Szenario des Terrors. Wie verankert der Rassismus selbst in der CDU war, zeigen Pläne Helmut Kohls aus den achtziger Jahren, die Zahl der Türken in Deutschland zu halbieren. Kohl stand bis zuletzt dazu. Ein Vorabdruck aus Wolfgang Kraushaars neuem Buch "Keine falsche Toleranz! Warum sich die Demokratie stärker als bisher zur Wehr setzen muss".

Khaled Alesmael: Ein Tor zum Meer

Vorgeblättert 12.10.2022 In zehn literarisch verdichteten Briefen erzählt der syrische Autor Khaled Alesmael von der Gewalt und den Repressionen, denen schwule Männer im arabischen Raum ausgesetzt sind. In den Texten, die auf Begegnungen und Korrespondenzen mit Geflüchteten aus verschiedenen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens basieren, erfahren wir von Scheinehen, sexuellem Missbrauch, Polizeigewalt und Tötungen, aber auch von Sehnsüchten und dem Kampf um eine neue Identität im Exil. Hier eine Leseprobe aus "Ein Tor zum Meer".

R.B. Bardi: Der Kaiser / die Weisen und der Tod

Vorgeblättert 13.04.2022 R. B. Bardi, ein Pseudonym für Rahel Berdach, wurde 1878 in Budapest geboren. Anfang des 20. Jahrhunderts ging sie nach Berlin und emigrierte 1938 nach London. Ihr Roman "Der Kaiser / die Weisen und der Tod" spielt am Hofe Friedrich des Zweiten, des genialen Staufers, des atheistischen Kreuzfahrers auf dem römisch-deutschen Weltkaiserthron. Hier begegnen sich Repräsentanten des Morgen- und Abendlandes zum Gespräch über Gott und die Welt. Eine Wiederentdeckung.

Marie Luise Knott: 370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive

Vorgeblättert 13.03.2022 Wie konnte es sein, so fragt man sich, dass Hannah Arendt in ihrem letzten großen Essay aus dem Jahr 1973 die amerikanischen "Institutionen der Freiheit" rühmte und dabei die Erbschaft der Sklaverei mit keinem Wort erwähnte? Über einen Brief Hannah Arendts an den afroamerikanischen Autor Ralph Waldo Ellison und ihre Reflexion über den amerikanischen Rassismus. Eine Leseprobe aus "370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive" von Marie Luise Knott.

Helen Pluckrose und James Lindsay: Zynische Theorien

Vorgeblättert 07.02.2022 In ihrem Buch "Zynische Theorien" erklären Helen Pluckrose und James Lindsay, "wie aktivistische Wissenschaft Race, Gender und Identität über alles stellt - und warum das niemandem nützt". Es liest sich vor allem als ein überaus nützliches, aber kritisches Vademecum durch die "woken" Ideologien, die maßgeblich an Universitäten in Amerika und Europa entwickelt wurden - in Theoriefelden wie den "Postcolonial Studies", der "Critical Race Theory", der "Queer Theory", der Gender-Forschung oder den "Critical Fat Studies".

Pascal Bruckner: Ein nahezu perfekter Täter

Vorgeblättert 29.09.2021 Wer aus dem weißen Mann den Sündenbock der "intersektionalen" Minderheiten macht, tauscht lediglich einen Rassismus durch einen anderen aus und bereitet den unheilvollen Weg in eine tribalisierte Gemeinschaft, in der sich am Horizont der Krieg aller gegen alle abzeichnet. Pascal Bruckners Buch "Ein nahezu perfekter Täter - Die Konstruktion des weißen Sündenbocks" erscheint demnächst in der Edition Tiamat. Wir drucken einen Auszug aus dem Kapitel "Mit einfachen Ideen ins komplizierte Europa", das sich mit der Ideologie des Postkolonialismus auseinandersetzt,

Götz Aly: Das Prachtboot

Vorgeblättert 05.05.2021 In den 1880er Jahren unterwarf die deutsche Kaiserliche Kriegsmarine einen Teil von Neuguinea und umliegender Inseln. Mit dabei war ein Urgroßonkel des Autors, der Militärgeistliche Gottlob Johannes Aly. Aus dessen Erinnerungen und zahlreichen anderen Dokumenten wird deutlich, dass die meisten Artefakte aus diesem Teil der Welt geraubt oder ergaunert wurden. Das gilt auch für das Paradeobjekt der Berliner ethnologischen Sammlung und des Humboldt Forums, das große Südseeboot von der Insel Luf. Eine Leseprobe aus Götz Alys Buch "Das Prachtboot".

Uta Ruge: Bauern, Land

Vorgeblättert 13.08.2020 Uta Ruge verwebt in "Bauern, Land - Die Geschichte meines Dorfes im Weltzusammenhang" die Erinnerung an das Leben auf dem Lande in den fünfziger Jahren mit der genauen Beobachtung der Veränderungen in der Landwirtschaft heute, mit der Chronik des Dorfes, den welthistorischen Zusammenhängen und der Kulturgeschichte, die das Leben der Bauern geprägt haben und prägen. Sie greift auch kontroverse Themen auf: den Streit um die Wölfe, den Streit um die moderne Landwirtschaft.
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