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Götz Aly und Michael Sontheimer: Fromms

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19.02.2007. Hermann Göring ließ die florierende Firma 1938 seiner Patentante zukommen. Im Gegenzug schenkte sie ihm zwei Ritterburgen. Und nach dem Krieg enteigneten deutsche Kommunisten Julius Fromm ein zweites Mal. Lesen Sie die Geschichte der Firma "Fromms Act", es ist 20. Jahrhundert pur, recherchiert von Götz Aly und Michael Sontheimer: "Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel".
Götz Aly, Michael Sontheimer: Fromms
Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007
256 Seiten, gebunden, Euro 21,90

Erscheint am 23. Februar 2007

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Zum Buch: Die Geschichte der Firma "Fromms Act" und ihres Gründers Julius Fromm ist ein eindrucksvolles Stück politischer Sittenkunde der Deutschen im 20. Jahrhundert. Götz Aly und Michael Sontheimer erzählen, wie der Sohn armer jüdischer Wirtschaftsmigranten aus Russland 1923 in Berlin mit der Massenproduktion von Kondomen anfing und das begehrte wie umstrittene Produkt in Deutschland zum Erfolg führte.
Hermann Göring ließ die florierende Firma 1938 seiner Patentante zukommen. Im Gegenzug schenkte sie ihm zwei Ritterburgen. Fromms erhebliches Vermögen überführten deutsche Beamte in Hitlers Kriegskasse. Der Gummifabrikant und die meisten Mitglieder seiner Familie konnten aus Berlin fliehen und überlebten den Holocaust - über den Globus verstreut. Doch nach dem Krieg enteigneten deutsche Kommunisten Julius Fromm ein zweites Mal.

Zu den Autoren:
Michael Sontheimer (links) und Götz Aly (Foto: Sabine Sauer)

Götz Aly, geboren 1947, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München, studierte Geschichte und Politische Wissenschaften (Dr. rer. pol.) in Berlin. Er hat wichtige Veröffentlichungen zur Sozialpolitik und zur Geschichte des Nationalsozialismus vorgelegt. Er war Redakteur bei der "tageszeitung", bei der "Berliner Zeitung", war Gastprofessor am Fritz Bauer Institut in Frankfurt/M und arbeitet als freier Autor. 2002 wurde Götz Aly mit dem Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet, 2003 mit dem Marion-Samuel-Preis. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. "Vordenker der Vernichtung" (mit Susanne Heim); "'Endlösung'"; "Im Tunnel. Das kurze Leben der Marion Samuel 1931-1943"; "Hitlers Volksstaat"; "Volkes Stimme. Skepsis und Führervertrauen im Nationalsozialismus".

Michael Sontheimer
, geboren 1955, studierte Geschichte, Politologie und Publizistik. 1979 - 1983 Gründungsmitglied der "tageszeitung", anschließend Redakteur bzw. Autor der "Zeit", 1992 - 1994 Chefredakteur der "tageszeitung", danach Mitarbeiter beim "Spiegel" und Autor in- und ausländischer Zeitungen. Zahlreiche Buchpublikationen, darunter: "Antes & Co. - Geschichten aus dem Berliner Sumpf" (mit Jochen Vorfelder), "Berlin, Berlin. Der Umzug in die Hauptstadt" und "Bilder des Zweiten Weltkriegs".

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