Vorgeblättert

Anne Wiazemsky: Jeune Fille

13.07.2009. Die Schauspielerin und Schriftstellerin Anne Wiazemsky, Enkelin von Francois Mauriac, erzählt in ihrem Roman "Jeune Fille" von ihren ersten Schauspielerfahrungen mit dem Filmregisseur Robert Bresson. Und zeichnet dabei ein hinreißendes Sittenbild der französischen intellektuellen Bourgeoisie des 20. Jahrhunderts. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Jeune Fille".
Anne Wiazemsky: Jeune Fille
Roman
Aus dem Französischen von Judith Klein

C.H. Beck, München 2009
Gebunden, 206 Seiten, Euro 18,90

Erscheint am 29. Juli 2009

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Klappentext: Frühsommer 1965: Anne, die Erzählerin, trifft den berühmten Filmregisseur Robert Bresson. Ihre Freundin Florence, selbst Schauspielerin, organisiert das Treffen, überzeugt davon, dass Anne die Idealbesetzung der Marie in "Zum Beispiel Balthasar" ist, Bressons nächstem Filmprojekt. Obwohl sie keinerlei Schauspielerfahrung hat - Annes Stimme und Ausstrahlung faszinieren den alternden Bresson. Doch das junge Mädchen ist noch nicht volljährig. Nachdem es gelingt, auch ihre Familie von dem Filmprojekt zu überzeugen, betritt sie eine neue Welt: Die Welt des Films, die des ungeduldigen und perfektionistischen Regisseurs Bresson und die Welt der Erwachsenen. Anne blüht auf, verliert ihre Unschuld. Der eifersüchtige Filmemacher versucht mit aller Kraft, seine eigensinnige Heldin zu bezähmen, und zwischen Meister und Muse entwickelt sich ein rätselhaftes Spiel, eine Mischung aus Verlockung, Abhängigkeit und Macht. Am Ende des Sommers und der Dreharbeiten spürt Anne, dass sich eine Wandlung vollzogen hat: Sie hat ihre Kindheit abgeschlossen und etwas Neues, Aufregendes liegt hinter - aber auch vor ihr.

Zur Autorin
: Anne Wiazemsky, geboren 1947, gab ihr Filmdebüt in Robert Bressons "Zum Beispiel Balthazar". Im Jahr darauf heiratete sie Jean-Luc Godard und übernahm die weibliche Hauptrolle in seinem Film "Chinesin". Sie spielte außerdem in "Weekend" und in "Der Schweinestall" und "Teorema - Geometrie der Liebe" von Pier Paolo Pasolini. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin machte sich Wiazemsky auch als Regisseurin und vor allem als Schriftstellerin einen Namen.
Der Enkelin des französischen Literaturnobelpreisträgers François Mauriac wurde 1998 für ihren Roman "Une poignee de gens" von der Academie Française der renommierte "Grand prix du roman" verliehen. Für "Jeune Fille" erhielt sie 2007 den "Grand Prix Litteraire de l?Heroïne Madame Figaro" und den "Prix Jean Freustie".

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