Vorgeblättert

Anna Politkowskaja: In Putins Russland

Ausgewählte Leseproben.
23.02.2005. "Und niemand soll wagen zu behaupten, ich hätte das alles nicht gesehen, gehört und gespürt. Denn ich habe es am eigenen Leib erlebt", sagt Anna Politkowskja. "In Putins Russland" heißt ihre neue Reportage. Vladimir Putin hat seit seinem Amtsantritt im März 2000 Russland radikal verändert. Ob Pressefreiheit oder Unabhängigkeit der Justiz - ein autoritäres, "neo-sowjetisches" Russland ist entstanden. Lesen Sie hier einen Auszug.
Anna Politkowskaja: In Putins Russland
Übersetzt aus dem Russischen von Hannelore Umbreit und Ulrike Zemme

DuMont Verlag, Köln 2005
314 Seiten, gebunden, Euro 19,90


Erscheint am 1. März 2005



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Klapptentext:

Die russische Bevölkerung folgt mehrheitlich der präsidialen Propaganda, die westlichen Staatsmänner praktizieren Männerfreundschaft. Alle Kritik an Putins Kurs, vor allem gegenüber der tschetschenischen Bevölkerung, die mittlerweile um ein Viertel dezimiert ist, verhallt ungehört. Anna Politkowskaja, Russlands bekannteste Journalistin, die bei der versuchten Berichterstattung über die Geiselnahme im kaukasischen Beslan zum Ziel eines Anschlags wurde, erhebt ihre kritische Stimme: eindringlich und warnend. Ein Appell. Anna Politkowskaja beschreibt den mächtigen Apparat des Geheimdienstes, dem Putin entstammt; die unerträglich brutalen und korrupten Verhältnisse in der Armee und in einer käuflichen Justiz; die Oligarchen-Mafia in der Industrie; das bestechliche Geflecht aus Nomenklatura und Zentralverwaltung; die zunehmende Rechtlosigkeit von ganzen Bevölkerungsgruppen und den neuen russischen Rassismus. In Russland ist Stabilität eingekehrt, in beängstigender Form, mit einem zynischen Vladimir Putin, der über Leichen geht, an der Staatsspitze. Schärfer kann die Diagnose nicht ausfallen, die Anna Politkowskaja in ihrer Reportage "In Putins Russland" stellt.

Zur Autorin: Anna Politkowskaja, geboren 1958, war eine russische Journalistin, die vor allem für ihre Reportagen über Tschetschenien für die Moskauer Tageszeitung "Nowaja Gaseta" berühmt war. Sie erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter 2001 den Preis der russischen Journalistenunion und 2003 den Lettre Ulysses Award für Reportage. Anna Politkowskaja wurde am 7. Oktober 2006 in ihrem Haus ermordet.

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