
Es ist so wichtig, die Geschichte zu kennen, um die heutigen
Konflikte um Israel zu verstehen. Melissa Brodsky bezeichnet sich in ihrem Substack-Blogeintrag
Future of Jewish als "
History Activist". In ihrem
Artikel macht sie darauf aufmerksam, dass es kein
palästinensisches Volk vor der Gründung Israels gab. Der Begriff "Palästina" war
von den Briten in der Zeit ihres Mandats wiederbelebt worden, in dieser Zeit sprach man von "Jews of Palestine" und "Arabs of Palestine". Ja, sogar lange nach der Gründung Israels war dieser Begriff nicht für die Araber in der Region in Umlauf - erst
Yassir Arafat schmiedete ihn in den Sechzigern zu einer neuen, Israel gegenüber stehenden
nationalen Identität um. Das konnte er tun, weil sich nach dem Sechstagekrieg die Lage geändert hatte. Vorher war der
Gazastreifen von Ägypten besetzt und das heutige "
Westjordanland", oft auch als die "besetzten Gebiete" bezeichnet, gehörte zu
Jordanien. Jordanien hatte sich dieses Gebiet in dem Krieg von 1948 einverleibt, den die arabischen Staaten gegen das gerade gegründete Israel führten. "Dies erklärt, warum Jordaniens Rolle nach 1948
so entscheidend ist. Als Jordanien das Westufer des Jordans und Ostjerusalem eroberte und sich einverleibte, erklärte es das Gebiet ja nicht zu einem eigenständigen palästinensischen Staat. 1950 annektierte es das Gebiet auch formell und gewährte den dort lebenden Arabern die
volle jordanische Staatsbürgerschaft. Fast zwei Jahrzehnte lang waren die arabischen Einwohner des Westufers legal Jordanier. Erst 1988, lange nachdem Jordanien das Gebiet im Sechstagekrieg von 1967 an Israel verloren hatte, brach König Hussein offiziell die Verwaltungsbeziehungen zum Westjordanland ab und entzog den dortigen arabischen Einwohnern die jordanische Staatsangehörigkeit.
Mit einem Federstrich wurden sie rechtlich staatenlos."