Stichwort: Diskriminierung - 18 Artikel - Seite 1 von 2
Essay 25.04.2015 Auf den türkischen Genozid an den Armeniern folgte ein Mnemozid. Solange eine Opfergruppe mit der Erinnerung an das ihr zugefügte Leid und Unrecht allein bleibt, setzen sich die Bedingungen ihrer Verfolgung und Auslöschung fort. Die einzige Möglichkeit, diesen unerträglichen Zustand zu überwinden, besteht darin, dass diese tiefe Wunde anerkannt und von außen bestätigt wird. Von Aleida Assmann
Essay 23.02.2015 Der Begriff der Islamophobie verfolgt drei Ziele: Er erklärt Kritik an Religion zu Rassismus. Er will die Diskriminierung von Muslimen dem Antisemitismus gleichstellen. Und er pocht auf einen Status der Singularität, den er dem Holocaust neidet. Von Pascal Bruckner
Essay 16.02.2015 Die Frage ist nicht, ob der Islam zu Deutschland gehört, sondern welcher. Und die andere Frage ist, welcher Islam mit dem Islamismus nichts zu tun hat. Anmerkungen zu einer absurden Debatte. Von Daniele Dell'Agli
Essay 12.11.2013 Der Begriff der "Islamophobie" rückt Kritik an einer Doktrin in Rassismus-Verdacht. Gestraft sind mit dem Begriff vor allem liberale Muslime. Von Pascal Bruckner
Essay 30.05.2013 Jan Assmanns Vorschlag, das Gefahrenpotential des exklusiven Monotheismus durch Relativierung der Wahrheitsansprüche einzudämmen, ist problematisch: Wie kann ein gläubiger Mensch, der davon ausgeht, dass Gott aus dem Verborgenen herausgetreten ist und sich ein für alle Mal geoffenbart hat, sowohl seiner Überzeugung treu bleiben als auch anerkennen, dass die Wahrheit möglicherweise doch noch verborgen ist? Von Jan-Heiner Tück
Essay 09.04.2013 Die wirkliche Sensation der Sinaierzählung besteht in der Transformation eines Königskults in eine Volksreligion, im Bundesschluss zwischen Gott und seinem Volk - ohne Vermittlung durch einen König. Nach der von Jan Assmann lancierten Debatte wäre eine erinnerungsgeschichtliche Rekonstruktion der Mosefigur als internationales Projekt anzuregen. Von Rolf Schieder
Essay 04.01.2011 Islamophobie: Ein einfaches Wort übt einen schweren Druck aus. Man muss es schon deshalb zurückweisen, weil es eine moralische Erpressung im Sinn hat. Eine Antwort auf Alan Posener Von Pascal Bruckner
Essay 03.01.2011 Islamistische Lobbies haben den Begriff der "Islamophobie" konstruiert, um ihn mit dem des Antisemitismus zu parallelisieren. Westliche Intellektuelle machen sich zu Nachbetern dieser Ideologie. Von Thomas von der Osten-Sacken, Oliver M. Piecha
Essay 17.12.2010 Islamophobe Diskurse sollen in der Öffentlichkeit Angst auslösen. Sie müssen benannt und bekämpft werden. Eine Antwort auf Pascal Bruckner Von Farid Hafez
Essay 17.09.2010 Wer aus den Gewaltexzessen des 20. Jahrhunderts lernen will, sollte sich zu einer Darstellung der Widersprüche entschließen. Eine Parzellierung der Erinnerung nach lauter Opferidentitäten, vermeidet die Frage nach geschichtlichen Kontexten. Ein Vortrag beim Symposion "Flucht, Vertreibung, 'Ethnische Säuberung'" Von Götz Aly
Essay 08.06.2010 Die Idee der allgemeinen Menschenrechte, die vor sechzig Jahren nicht nur von westlichen Nationen in der UNO festgeschrieben wurde, zerfällt. Statt ihrer werden Gruppenrechte im Namen von Religion und Kultur eingefordert.
Von Caroline Fourest
Essay 09.04.2010 Vor zehn Jahren fand in Berlin auf Initiative der Grünen und der Böll-Stiftung die "Irankonferenz" statt. Ihre Teilnehmer wurden nach ihrer Rückkehr inhaftiert und gefoltert. Für sie konnten die Grünen "wenig bis nichts" tun, und Joschka Fischer ließ sich in seiner konzilianten Iranpolitik nicht beirren.
Von Matthias Küntzel