Deutsch/Englisch. Aus dem Englischen von Mirko Bonné. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis für Poesie. Ironisch und zugleich unheimlich sind die Verse von Yusef Komunyakaa, der wie ein Jazzmusiker schreibt und dabei nicht nur die afroamerikanische Geschichte mitschwingen lässt, sondern auch der Spur der Gewalt in unserer Welt nachgeht. Wenn die Verträge des Gottes der Landminen "bereits unterschrieben ankommen", "bleibt uns nichts zu sagen, / außer 'Bitte, Erbarmen, leg los'." Zum ersten Mal auf Deutsch eine umfassende Werkauswahl.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2024
Yusef Komunyakaa ist Vietnam-Veteran, emeritierter Professor, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Dichter und großer Jazz-Fan, stellt Rezensentin Beate Tröger ihn vor. Seine Gedichte, die er als "Word Paintings" bezeichnet, tragen Spuren all dessen. Ein musikalischer, neben dem Jazz auch von Blues und Soul beeinflusster Rhythmus grundiert die Texte etwa über Maden als "kleine Beherrscher der Erde", erkennt Tröger. Aber auch von Einflüssen wie Nina Simone und James Baldwin getragene Beobachtungen zum amerikanischen Rassismus spielen eine wichtige Rolle, erzählt die beeindruckte Rezensentin und zitiert Komunyakaa: "Siehst du diese Augen? Siehst du diese Zunge? Siehst du diese Ohren? ... sie sind nicht anders als deine Augen & Ohren". Aber es geht auch um den Krieg und was er anrichtet. Die Musikalität, die diese Gedichte auszeichnet, findet Tröger auch in der Übersetzung von Mirko Bonné wieder.
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