Yun Heunggil

Der Mann, der neun Paar Schuhe hinterließ

Erzählungen
Cover: Der Mann, der neun Paar Schuhe hinterließ
Pendragon Verlag, Bielefeld 2005
ISBN 9783865320230
Gebunden, 256 Seiten, 18,50 EUR

Klappentext

Aus dem Koreanischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Shin Hyesu. In der 1977 veröffentlichten Erzählung "Der Mann, der neun Paar Schuhe hinterließ" wird die Hauptfigur in politische Ereignisse verstrickt und anschließend zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, obwohl er vielleicht nur zur falschen Zeit am falschen Ort war. Doch das alles zählt nicht mehr, denn von nun an gilt er als Unruhestifter, der im Gefängnis gesessen hat. Bleibt von solch einem Schicksal mehr übrig als neun Paar Schuhe?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2006

Der Rezensent Steffen Gnam ist angetan von den Stimmungsbildern, die der koreanische Autor Yun Heunggi über die Siebziger Jahre in Südkorea, die Zeit von "Wirtschaftsboom und Militärdiktatur" entwirft: "Immer wieder thematisiert Yun die Absurdität von Existenzen, die ihrer spirituellen Wurzeln und sinnstiftenden Traditionen beraubt wurden." Trotzdem, und darin besteht nach Meinung des Rezensenten, ein besonderer Reiz der Geschichten, "verlieren die proletarischen Protagonisten mit fortschreitender Lektüre ihre Opfermentalität" - ohne dass dadurch ihr Elend beschönigt werde: "Seine auf konstruktive Weise modernisierungskritischen Erzählungen vermitteln aufrüttelnde Momentaufnahmen und Notstandsstudien".
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