Aus dem Koreanischen und mit einem Nachwort von Jung Young-Sun und Herbert Jaumann. In den Romanen von Jo Kyung Ran ist der Abbruch von menschlichen Beziehungen ein Schlüsselthema für ihre literarische Welt. Die Entfremdung innerhalb der Familie ist in ihrem ersten Roman "Zeit zum Toastbacken" sehr intensiv dargestellt: Anstelle von Liebe bindet ein schwer durchschaubares Systen die unversöhnlichen Familienmitglieder aneinander. Während Yochin, die Tochter (und Ich-Erzählerin), danach strebt, ihre Backkunst zu vervollkommnen, entwickeln sich parallel dazu die Geschichten um die weniger vollkommenen Menschen in ihrem Umfeld. Dabei spielen vordergründig Körperlichkeiten eine zentrale Rolle; dahinter steht jedoch stets die Frage nach Identität. Und viele der so sicher scheinenden Ansichten, aus denen Yochin ihr Weltbild zusammensetzt, entpuppen sich überraschend als Trugbilder und Fehlannahmen.
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