Die aufregende Lebensgeschichte eines Mannes, dessen Leben von zwei Kulturen geprägt wurde, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: dem Leben in China (1931-1967) und dem in Deutschland (seit 1969). Politisches im Persönlichen spiegelnd schildert Kuan Yu Chien die Stationen seines Lebens "unter zwei Himmeln".
Jürgen Bertram beschränkt sich in seiner Kritik weitgehend auf ein Resümee des Buchs - er nennt es aber auch "fesselnd". Und wenn man Bertrams Skizze von Kuans Leben liest, versteht man auch, warum: So abenteuerlich ist Kuans Weg von China nach Deutschland, so politisch ist diese Biografie eines Unpolitischen, der im China in seiner Jugend zwar für Mao schwärmte aber auch für den Jitterbug, einen seinerzeit modischen Tanz, und schon darum Ärger bekam. Bitter muss seine Ankunft im deutschen Exil gewesen sein. Es war die 68-er Zeit, alle schwärmten von der Kulturrevolution - vor der Kuan gerade geflohen war. Eine Autobiografie die gerade in ihrer Schilderung allzumenschlicher Schwächen und Liebhabereien, die in China gnadenlos verfolgt wurden, die ganze "Brutalität eines ideologischen Purismus" entlarvt, schreibt Bertram.
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