Yasmina Reza

Nirgendwo

Cover: Nirgendwo
Carl Hanser Verlag, München 2012
ISBN 9783446235014
Gebunden, 260 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Eugen Helmlé, Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel. Yasmina Reza, die mit Der Gott des Gemetzels in der Verfilmung von Roman Polanski internationale Triumphe feiert, ist nicht nur die meistgespielte zeitgenössische Theaterautorin, sondern auch eine Meisterin der kleinen Form. In "Hammerklavier", ihrem ersten Prosabuch, notierte die in Frankreich lebende Autorin bereits kurze fiktive und autobiografische Szenen, Geschichten über Familie und Freunde, ein Selbstporträt in Vignetten. In "Nirgendwo", acht Jahre später, hat sie ähnliche Momentaufnahmen festgehalten in anekdotisch-philosophischen Erzählungen über ihre beiden Kinder und ihre eigene wurzellose Kindheit. Momente zärtlicher Aufmerksamkeit, heiter und melancholisch zugleich.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2013

Wie in ihrem neuesten Buch "Heureux les heureux", das bisher nur im französischen Original vorliegt, lässt Yasmina Reza in "Nirgendwo" eine ganze "Parade der Unseligen" aufmarschieren, berichtet Lena Bopp. In teils autobiografischen, teils fiktiven Skizzen inszeniert sie einen furchtbar normalen Alltag, der dem Bürgertum "schonungslos und humorvoll den Spiegel" vorhält. Die einzelnen Episoden liegen zwar zum Großteil schon in einer älteren Übersetzung vor, einige wenige erscheinen aber nun zum ersten Mal auf Deutsch und entlohnen so auch langjährige Wegbegleiter Rezas, freut sich die Rezensentin. Denjenigen, die mit der Autorin noch nicht in Kontakt gekommen sind, empfiehlt Bopp das Buch umso mehr.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.11.2012

Bürgerliche Werte, wo kann Till Briegleb sie noch finden? Richtig, bei Yasmina Reza. Und nicht nur in ihren Theaterstücken, sondern eben auch in ihrem Privatleben, das die Autorin laut Briegleb vielleicht eine Spur zu selbstverliebt in diesem zum großen Teil bereits 1998 erschienenen Buch präsentiert. Leider eröffnet Reza dem Rezensenten mit gewohnt elegantem Stil keine sehr liebenswerte Welt. Eitel schon, meint Briegleb, und vollgestellt mit Begriffen, wie Anmut, Überlegenheit und Intelligenz. Mit Rezas schnippischen und selbstgerechten Bemerkungen über ihre Zeitgenossen und mit ihren Familiensentimentalitäten kann Briegleb beim besten Willen nicht sympathisieren, zumal sie jeglicher Widersprüche und Zweifel entbehren.
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