Dieses Buch ist ein fröhlicher Leitfaden zum Konservativsein im neuen Deutschland. Eine kämpferische Fibel der 89er-Generation und ein Brevier für den wahren Konservativen. Eine Provokation für Alphatiere und Gutmenschen ebenso wie für Neo-Cons wie Neo-Commies. Das Buch verbindet eine Analyse des Zeitgeistes mit kritischer Neu-Verortung von alten Werten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2010
Ein wenig wundert sich Rezensent Johann Osel zunächst, wie sehr sich eingeschlichen hat, statt von Konservativen von Bürgerlichen zu sprechen, aber Wolfram Weimer versteckt seine Überzeugungen garantiert nicht, das kann Osel nach Lektüre versichern. Weimer will eine konservative Wende und in diesem Buch möchte er die Marschrichtung vorgeben: "Glaube statt Gold, Werte statt Wertpapiere, Familie statt Finanzen." Zwar macht Osel immer wieder deutlich, dass er mit Weimer überhaupt nicht d'accord geht, und auf einigen Argumentationen auch schon eine ganz schöne Staubschicht liegen sieht, aber immerhin fand er Weimers Lust an der Zuspitzung und seinen Witz erfrischend. Zwei Dinge scheint er aber mitzunehmen: Dass mit der neu gewonnenen Coolnesse eine "intellektuelle Implosion" einhergegangen sei. Und dass Bürgerlichkeit keine Frage der Terrakotta-Terasse ist, sondern der Haltung.
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