Winfried Kretschmann

Worauf wir uns verlassen wollen

Für eine neue Idee des Konservativen
Cover: Worauf wir uns verlassen wollen
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2018
ISBN 9783103974386
Gebunden, 160 Seiten, 13,00 EUR

Klappentext

'In Zeiten stürmischen Wandels braucht es Prinzipien und Haltungen, die den Tag überdauern.' Kann es in unserer Zeit noch Halt und zuverlässige Orientierung geben? Welchen Beitrag kann eine zeitgemäße Idee des Konservativen leisten? Winfried Kretschmann, Gründungsmitglied der Grünen, findet ganz eigene und überzeugende Antworten auf diese Frage. Geprägt durch seine persönliche und politische Biographie und seine Lektüre von Philosophen wie Aristoteles, Immanuel Kant oder Hannah Arendt plädiert er leidenschaftlich für einen wertgebundenen Konservatismus, der sich an die Sache hält, an Prinzipien von Maß und Mitte, an Grundsätze und Haltungen, die der zivilisierten Menschheit schon immer wichtig waren. Unsere Welt verändert sich rasend schnell. Digitalisierung und Globalisierung pflügen Wirtschaft und Gesellschaft um. Der Klimawandel bedroht unsere Zivilisation. Der internationale islamistische Terror rückt näher an uns heran. Und noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht. Diese Umbrüche verunsichern uns. Der gesellschaftliche Zusammenhang beginnt zu bröckeln.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018

Josef Kelnberger ist sich nicht sicher, ob Winfried Kretschmann hier wirklich einen grünen Konservatismus umreißt oder doch eher einen grünen Liberalismus. Klar, die natürlichen Lebensgrundlagen will er "bewahren". Aber was ist mit seinem Plädoyer für die offene Gesellschaft, für Europa, Minderheitenrechte und einen humanen Umgang mit Flüchtlingen? Ist das auch konservativ oder nur clever gelabelt? Zumal Kretschmann das Pochen auf Heimat und Christentum für intellektuelle Dünnbrettbohrerei halte. Spannend ist für Kelnberger aber vor allem die Frage, ob die Parei ihrem grünen Ministerpräsidenten auf dem Marsch in die Mitte der Gesellschaft folgen wird.

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