'In Zeiten stürmischen Wandels braucht es Prinzipien und Haltungen, die den Tag überdauern.'
Kann es in unserer Zeit noch Halt und zuverlässige Orientierung geben? Welchen Beitrag kann eine zeitgemäße Idee des Konservativen leisten? Winfried Kretschmann, Gründungsmitglied der Grünen, findet ganz eigene und überzeugende Antworten auf diese Frage. Geprägt durch seine persönliche und politische Biographie und seine Lektüre von Philosophen wie Aristoteles, Immanuel Kant oder Hannah Arendt plädiert er leidenschaftlich für einen wertgebundenen Konservatismus, der sich an die Sache hält, an Prinzipien von Maß und Mitte, an Grundsätze und Haltungen, die der zivilisierten Menschheit schon immer wichtig waren.
Unsere Welt verändert sich rasend schnell. Digitalisierung und Globalisierung pflügen Wirtschaft und Gesellschaft um. Der Klimawandel bedroht unsere Zivilisation. Der internationale islamistische Terror rückt näher an uns heran. Und noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht. Diese Umbrüche verunsichern uns. Der gesellschaftliche Zusammenhang beginnt zu bröckeln.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018
Josef Kelnberger ist sich nicht sicher, ob Winfried Kretschmann hier wirklich einen grünen Konservatismus umreißt oder doch eher einen grünen Liberalismus. Klar, die natürlichen Lebensgrundlagen will er "bewahren". Aber was ist mit seinem Plädoyer für die offene Gesellschaft, für Europa, Minderheitenrechte und einen humanen Umgang mit Flüchtlingen? Ist das auch konservativ oder nur clever gelabelt? Zumal Kretschmann das Pochen auf Heimat und Christentum für intellektuelle Dünnbrettbohrerei halte. Spannend ist für Kelnberger aber vor allem die Frage, ob die Parei ihrem grünen Ministerpräsidenten auf dem Marsch in die Mitte der Gesellschaft folgen wird.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…