Deutschland ist ein einig Denkmalland, besitzt es doch Denkmäler für fast alles und fast jeden. Die Deutschen scheinen von einer "Denkmalwut" besessen. Doch seit wann ist das so? Warum und mit welcher Intention wurden so viele Denkmäler errichtet? Wolfgang Wippermann analysiert in seinem Buch, welche politischen und ideologischen Motive diesem Phänomen zugrundeliegen, und geißelt den grassierenden Denkmalkult hierzulande.
Mit Gewinn hat Rudolf Walther diese "temperamentvoll geschriebene" Studie zur Geschichte des deutschen Denkmals gelesen und schließt sich sofort der Anregung des Autors an, dass man angesichts aktueller historischer Denkmalwut einmal nachdenken solle, ob diese Form des (Ge)Denkens überhaupt noch zeitgemäß und einer Demokratie würdig ist. Mit Interesse folgt Walther dem Autor zunächst durch das 19. Jahrhundert, in dem das Denkmalwesen zum ersten Mal so richtig Fahrt aufnahm. Aber nicht nur dort, auch im folgenden 20. Jahrhundert macht er manche ästhetische und thematische Peinlichkeit aus. Stirnrunzelnd verfolgt er auch die Umwidmung von DDR-Denkmälern in gesamtdeutsche, um am Ende das Denkmal an sich grundsätzlich als "Sinnstiftung von oben" für abschaffenswert zu erklären.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…