Wolfgang Welt

Fischsuppe

Cover: Fischsuppe
Peter Engstler Verlag, Ostheim/Rhön 2014
ISBN 9783941126572
Taschenbuch, 84 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Am Tag nach meiner Entlassung aus der Psychatrie saß ich in Dr. Hummels Praxis, der mich noch eine Woche krankschreiben wollte, was ich aber ablehnte, weil ich nach drei Wochen Krankenhaus lieber wieder sofort arbeiten gehen wollte, nach dem Wochenende. Wir hatten Freitag.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 07.02.2015

Ein neuer Roman - oder in diesem Fall eher eine längere Erzählung - von Wolfgang Welt, das ist für Frank Schäfer immer ein Ereignis. Auch wenn er nicht umhin kommt zu bemerken, dass Welts legendäre polemische Verve deutlich abgeklungen ist. In "Fischsuppe" offenbart der Autor dem Rezensenten eine "akute Beschreibungsunlust", wodurch der reduzierte Stil beinahe die "Qualität eines Stenogramms" erreicht. Außerdem setzt Welt hier mehr als in früheren Texten die Kenntnis seiner früheren Texte voraus, weiß Schäfer, der diese Texte offensichtlich kennt und sich so über Anspielungen, etwa auf Welts Lieblingsfeind Heinz Rudolf Kunze, ebenso freut wie über den trotz allem vernehmlichen unverkennbaren "Welt-Sound".
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