Wolfgang Schömel

Die Schnecke

Überwiegend neurotische Geschichten
Cover: Die Schnecke
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2002
ISBN 9783608935738
Gebunden, 205 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

Online-Redakteure, Architekten oder arbeitslose Philosophen sind die Helden dieser Geschichten. Gemeinsam haben sie, daß sie als Singles leben und nicht recht wissen, ob sie sich unglücklich fühlen oder nicht. Der Jagd nach dem Weibe gilt ihr ganzes Sinnen und Trachten: "Eine hat mich verlassen, eine habe ich gezwungen, mich zu verlassen, und eine hat mich gezwungen, sie zu verlassen." Diese Geschichten sind mitten aus dem Leben der Stadtneurotiker gegriffen. Wie man gutgebaute osteuropäische Reinigungskräfte besser nicht anbaggern sollte; wie man frühere Buchfehlkäufe radikal korrigiert oder das ultimative Verführungs-Abendessen kocht - all das ist in diesen Stories zu lesen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.10.2002

Dirk Knipphals hat Freude an dem Universum, das der Autor Wolfgang Schömel in seinen Kurzgeschichten vor dem Leser ausbreitet. Dieses Universum ist hauptsächlich von älteren, wohlhabenden Männern bevölkert, die auf der Suche nach Sex sind. Dass sie damit selten Erfolg haben, liegt nach Knipphals vor allem daran, dass ihre "Souveränität" durch einen "Reflexionsüberschuss angekränkelt wird". Schömel erzählt diese Geschichten "lakonisch und mit viel Sinn fürs Tragikomische, stellenweise bis an den Rand des Slapsticks hochgetrieben". Die Komik entsteht nach Knipphals hauptsächlich durch das Befremden seiner Protagonisten darüber, dass "die Mitmenschen gelegentlich eigene Ansichten und einen eigenen Willen haben", so das amüsierte Fazit des Rezensenten.
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