Das Erstarken der politischen Ränder, Identitätspolitik, Migration, die Einschränkungen der Meinungsfreiheit und die Corona-Politik haben das Vertrauen in die Demokratie ausgehöhlt: Wolfgang Kubicki packt die drängendsten politischen Themen unserer Zeit bei der Wurzel und zeigt schonungslos auf, welche politischen Entscheidungen zum Verlust des Freiheitsgefühls geführt haben. Sein neues Buch ist eine liberale Kampfansage, ein Aufruf zur Rückkehr zu echten demokratischen Werten und zum Kampf für die Freiheit - auch wenn sie mit unbequemen Debatten verbunden ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.06.2025
Rezensentin Viola Schenz beschäftigt sich angesichts der Krise der FDP mit gleich zwei Publikation von berühmten Mitgliedern dieser Partei: Gerhart Baum hat noch am Vorabend seines Todes an seinem Appell gearbeitet, fertiggestellt wurde das Büchlein dann von dem Journalisten Uli Kreikebaum. Es kommen Baums Herkunft und seine Erlebnisse im Krieg zur Sprache, aber vor allem seine Sorge um die Demokratie. Er fordere, wieder mit Argumenten zu streiten und sich damit zu befassen, wie mit Autokraten und Diktatoren im UN-Sicherheitsrat umzugehen sei. Schenz kann da nur zustimmen, liest aber nicht wirklich etwas Neues, zudem ist der Text sichtlich auf Buchlänge gestreckt worden. Bei Wolfgang Kubicki geht es ihr ähnlich: Auch er betont, wie wichtig es ist, dass Demokraten nun zusammenwirken, um an einer "vernunftorientierten Lösung" von Problemen wie der AfD zu arbeiten, aber überraschend ist das beim besten Willen nicht. Gut gemeint, resümiert die Kritikerin, aber wirklich ändern oder zum Handeln motivieren werden diese Bücher wohl eher nicht.
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