Selten hat ein Schriftsteller eine derart rückhaltlose Unterstützung durch einen Literaturkritiker erfahren wie Wolfgang Koeppen durch Marcel Reich-Ranicki. Das 1985 geführte achtstündige und hier zum ersten Mal vollständig veröffentlichte Gespräch zwischen beiden war und ist ein literarisches Ereignis: Koeppen erzählt detailliert und ohne Selbstzensur sein Leben - die Kindheit in Masuren, die Zeit des "Dritten Reichs", die Gründerjahre der Bundesrepublik, die Zeit seines langen Schweigens: Er berichtet über die Gründe für sein Schreiben wie Nichtschreiben. Auf diese Weise ist - für Anfänger wie Fortgeschrittene - ein umfassendes wie spannendes Selbstporträt Wolfgang Koeppens entstanden.
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