Der Kultregisseur und bekennende Schwule Walter Bockmayer, unter Freunden "Wally" genannt, blickt auf ein halbes Jahrhundert zurück. Seine Erinnerungen tragen den Titel seines berühmtesten Films, "Flammende Herzen", der 1977 mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde. Er erzählt von der Nachkriegskindheit auf dem Dorf, von der Entdeckung des Andersseins, der ersten Verliebtheit und der großen Liebe, vom Erwachsenwerden und dem Einstieg in ein Künstlerleben, das aufregender kaum sein konnte.
Rezensent Wolfgang Müller scheint ziemlich genervt von dieser Recht eindimensionalen Autobiografie des Filmemachers Walter Bockmayer. Gar nicht verstehen kann er, warum Bockmayer alle seine schwullesbischen Wegbegleiter wie Hella von Sinnen, Ralf Morgenstern und Dirk Bach nur als Gewinner sehen möchte. Müller beobachtet einen leicht sentimental-nostalgischen Grundton und findet, Bockmayer erzählt "die Geschichte einer vergangenen Zeit, die vermutlich nicht so fröhlich war, wie sie sich gibt". Der Wunsch nach Integration hat sie nach Müllers Meinung zu "Ulknudeln" in der Mitte der Gesellschaft gemacht und stellt in diesem Zusammenhang die Frage, ob diese unpolitische Herangehensweise "nicht den Untergang in den Aquarien drittklassiger Kakerlakenshows auf RTL und fader Sat.1-Comedy" bedeutet.
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