Herausgegeben von Jürgen Falter, Oscar W. Gabriel und Hans Rattinger. Im Mittelpunkt des Sammelbandes steht die Frage, ob sich die politischen Einstellungen und Verhaltensweisen der Deutschen seit der Vereinigung einander angenähert haben, oder ob die unterschiedlichen institutionellen Rahmenbedingungen und Sozialisationsprozesse in der Zeit der nationalen Teilung auch in den Jahren seit der Vereinigung ihre Bedeutung für das Verhältnis der Deutschen zur Politik behalten haben. Ist "wirklich ein Volk" entstanden oder blieb die "Mauer in den Köpfen" bestehen? Die Untersuchungen auf der Basis zweier großer Bevölkerungsbefragungen in den Jahren 1994 und 1998 sowie einer Panelstudie für den Zeitraum 1994 bis 1998 decken ein breites Themenspektrum ab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.07.2001
Karl-Rudolf Korte hat offenbar zahlreiche interessante Erkenntnisse aus der Lektüre gewonnen, etwa zur Rolle der PDS als Sammelbecken für DDR-Nostalgiker und Politikverdrossene, über das Demokratieverständnis in Ost und West oder auch über eine "Westalgie", die Sehnsucht Westdeutscher nach der Zeit vor der Wiedervereinigung. Was er jedoch in diesem Band vermisst, ist eine "kommentierende oder problemorientierte Zusammenstellung aller Ergebnisse". Denn ohne ein Fazit ist seiner Meinung nach die Frage im Titel des Bandes nicht wirklich zu beantworten. Erleichtert zeigt sich Korte jedoch darüber, dass in keinem der Beiträge "düstere Zukunftsszenarien" gemalt werden, und dass die Einheit im Großen und Ganzen geglückt zu sein scheint. Korte betont allerdings, dass sich dieser Band vor allem an ein "an der empirischen Sozialforschung geschultes Publikum" richtet.
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