Willi Paul Adams

Die USA im 20. Jahrhundert

Oldenbourg Verlag, München 2000
ISBN 9783486564396
Gebunden, 296 Seiten, 19,43 EUR

Klappentext

Die USA waren bereits um 1900 die größte Nationalwirtschaft und seit dem Sieg im Seekrieg gegen Spanien 1898 eine der imperialen Weltmächte. Willi Paul Adams skizziert die Entwicklung der amerikanischen Gesellschaft durch das Jahrhundert in fünf chronologisch definierten Kapiteln. Er behandelt die Größe und Zusammensetzung der Bevölkerung, die von 75 auf 265 Millionen anstieg; den Aufstieg, Fall (1929-39) und Wiederaufstieg der in Friedenszeiten kaum regulierten Kapitalmarktwirtschaft; die Schwankungen im außenpolitischen und militärischen Engagement in Lateinamerika, Asien und Europa, das im ökonomischen Sieg in der ideologischen und militärischen Konfrontation mit der Sowjetunion gipfelte; und die Stärken und Schwächen der amerikanischen Form der präsidentiellen Demokratie. Auch Zeugnisse des im Verlauf des Jahrhunderts erstarkenden Bewusstseins einer nationalen amerikanischen kulturellen Identität werden ausblickartig erfasst. Die Bibliographie enthält auch Internetadressen, über die man auf Jahre hinaus Fachliteratur und Quellenmaterial zur Geschichte der USA finden kann.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.05.2001

Louis Gerber ist sehr angetan von diesem zweibändigen Werk über die amerikanische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Er attestiert dem Autor, "kompetent in die Materie" einzuführen und sowohl für Studenten als auch für interessierte Laien Orientierung zu bieten. Besonders lobenswert findet er das Bemühen des Autors, neben groben Überblicken auch in interessante Detail Einblick zu verschaffen und dabei die Forschungslage nicht außer Acht zu lassen. Der Rezensent preist die vielen "Anregungen", die die beiden Bände bieten und zur weiteren Beschäftigung mit der Materie einladen und meint, dass es sich bei ihnen um ein "kritisches Standardwert" handelt, dem er viele Neuauflagen wünscht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.09.2000

Die Geschichte der USA in zwei Bänden ("Die USA vor 1900" und "Die USA im 20. Jahrhundert") ist aufgeteilt in "narrative Darstellung", "Diskussion des Forschungsstandes" und "selektive Bibliografie". Ungewöhnlich, aber - so der Rezensent Urs Bitterli - für Leser nur eines Bandes durchaus sinnvoll: die grundlegenden Kapitel zu den "großen Themen" gibt es in beiden Bänden in fast identischer Form. Der Schwerpunktsetzung des Autors stimmt Bitterli zu, ebenso vielen seiner Einschätzungen, etwa zur Bedeutung des außenpolitischen Engagements der USA. Gegen Ende lasse das Buch etwas nach, aber trotz einzelner Kritikpunkte - Redundanzen und mitunter verwirrende Strukturierung - hält er das neue Geschichtswerk für eine "imponierende Leistung".
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