Wilhelm Schmid

Das Leben verstehen

Von den Erfahrungen eines philosophischen Seelsorgers
Cover: Das Leben verstehen
Suhrkamp Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783518425695
Gebunden, 382 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Unsere Zeit bedarf einer Philosophie, die sich den kleinen und großen Lebensfragen stellt: Welche Bedeutung haben Berührungen, Gewohnheiten, Sehnsüchte, Schönes? Was ist Glück? Hat das eigene Leben, das Leben überhaupt einen Sinn? Welchem Zweck dient die Arbeit? Wie lässt sich Orientierung fürs Leben finden? Wie umgehen mit Ärger, Lebenskrisen, Enttäuschungen, Schmerzen, Krankheit und Tod? Ein Philosoph kann Lebenssituationen analysieren und mögliche Antworten vorschlagen. Philosophie wird zur Lebenshilfe durch die immer neue Orientierung des Lebens mithilfe des Denkens. Wilhelm Schmid, Bestsellerautor (Gelassenheit, Glück), konnte seine Ideen zur Neubegründung einer philosophischen Lebenskunst über zehn Jahre hinweg in einem Krankenhaus in der Nähe von Zürich erproben. Und er machte die Entdeckung, wie wichtig für Menschen die bloße Tatsache eines Gesprächs über all das ist, was sie bewegt und wofür kaum irgendwo sonst Zeit zur Verfügung steht. Der Philosoph ist ein Partner für das Lebensgespräch, ein säkularer Seelsorger. Bereits Sokrates bezeichnete seine Tätigkeit lange vor dem Christentum als Seelsorge, als Hilfestellung für andere Menschen zu ihrer Sorge für sich selbst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2016

Rezensent Stephan Sam gefällt Wilhelm Schmidts Bericht aus seinem Leben als philosophischer Seelsorger in einer Klinik in der Schweiz. Wo der Autor als bunter Vogel ein- und ausgeht und die gutsituierten, gebildeten Patienten, aber auch Ärzte und Schwestern mit seiner Lebenskunst-Philosophie beglückt, kann auch der Rezensent noch etwas lernen. Es geht um Sinnfragen und um Wertschätzung, erkennt Sam. Und er erkennt, dass es Grenzen gibt, jenseits derer der Autor schweigen muss. Den Plauderton des Autors findet Sam angenehm, wie bei einer Arztserie, meint er. Und dass Schmidt achtsam ist, bewahrt ihn vor den Verblendungen der Medizinethik, findet der Rezensent.
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