Mit Fotografien von Enno Kapitza. Wilhelm Christoph Warnung stellt 16 Syrer und ihre Lebensgeschichte vor.
Sechzehn Männer aus Syrien, vertrieben vom Krieg. Sie haben nahezu alles verloren und werden vom Zufall an denselben Ort in Deutschland gebracht. Die syrischen Staatsbürger, die Warning interviewt hat, leben heute in einer ehemaligen Ausflugspension. Hier hat das Wort Fremdenzimmer eine neue Bedeutung erhalten, seit die Gemeinde die Flüchtlinge einquartierte.
Sie stammen aus verschiedenen Regionen Syriens, einige sind Städter, andere kommen vom Land. Sie sind Studenten, Landwirte, Ingenieure, Manager und Pferdezüchter. Unter ihnen sind Muslime, Drusen und Kurden. Sie alle hatten in Syrien muslimische, christliche und kurdische Freunde. Sie sprechen verschiedene Dialekte, haben ganz unterschiedliche Leben gelebt und Traditionen gepflegt. Bis zum Krieg. Der ließ sie alle dasselbe erfahren: Zerstörung, Verwüstung, Tod und Flucht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2016
Melanie Mühl möchte zuhören, was die syrischen Flüchtlinge in Wilhelm Christoph Warnings Buch zu sagen haben. Mühl erfährt, was es bedeutet, davongekommen zu sein, aber alles verloren zu haben, wenn Warning vom Überleben der von ihm befragten und in seinem oberbayerischen Dorf begleiteten Menschen berichtet. Die Fotos im Band drücken für Mühl eine tief sitzende Melancholie aus, aber auch eine ferne Hoffnung dieser Menschen auf eine Zukunft.
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