Ein Kasten mit Innenbeleuchtung steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe: der Kühlschrank. Fritz Eckenga lotet seine Untiefen aus, Tom Wolf führt durch die Kulturgeschichte des Kühlens und Thomas Vilgis erklärt, weshalb ein Filet nicht frieren darf. Darüber hinaus begründet Lars Klaaßen die Fürst-Pückler-Eis-Forschung, und Gabriele Rittig denkt an Manuel Vasquez Montalban. Passend zum zweitwichtigsten Haushaltsgerät erscheint Häuptling Eigener Herd ganz in weiß, kann aber trotzdem bei einem Glas Rotwein gelesen werden - der Umschlag ist ausnahmsweise imprägniert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.05.2004
Jutta Person erweist sich als begeisterte Leserin der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift "Häuptling eigener Herd", die von Wiglaf Droste und Vincent Klink herausgegeben wird. Im März-Heft geht es um den Kühlschrank als kulturhistorisches, soziologisches, nostalgisches" und, was den Inhalt angeht, nicht zuletzt "essbares" Objekt, erklärt die Rezensentin. Sie hat sowohl die lyrischen Erörterungen von Fritz Eckenga über vergessene Reste im Kühlschrank, wie auch die "schöne Kindheitsgeschichte" von Frank Schmeißer, in der es um eingefrorene Haustiere geht, mit Vergnügen gelesen. Auch den Überblick über die Geschichte der Lebensmittelkühlung von Tom Wolf und Ingo Malchers Bericht über die Dosenfleisch-Kühlfabrik Liebig erwähnt sie interessiert.
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