Vor dem Hintergrund wechselnder Wertorientierungen und Qualitätsmaßstäbe der Baukultur sind die Themen, Orte und Formen nationaler Selbstdarstellung von besonderem Interesse. Die Gestaltung der Hauptstadt, die Beteiligung an Weltausstellungen und die Projekte Internationaler Bauausstellungen bilden zentrale Themenbereiche, in denen die Autoren Suchbewegungen und Entscheidungsprozesse nachzeichnen. Über ein Jahrhundert bis in die Gegenwart werden Stationen und Tendenzen der Architektur und Stadtplanung untersucht, in erweiterter Perspektive: Vom Wachstum und Umbau der Städte bis hin zu den Wohnformen, Lebensentwürfen und Leitbildern für eine vermeintlich bessere Zukunft werden Diskurse und Kontroversen, Positionen und Projekte zur Gestaltung der räumlichen Umwelt anschaulich geschildert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.04.2010
Über Baukultur und was genau das bedeutet, nämlich Herstellung von und Umgang mit gebauter Umwelt, seien es Straßen, Brücken, Lärmschutzwände, Müllentsorgungsbehälter, erfährt Robert Kaltenbrunner aus diesem voluminösen Band jede Menge. Dass das Autorenteam Werner Durth und Paul Sigel für ihre deutsche Baukulturgeschichte von 1900 bis heute nicht nur die ästhetischen Parameter in den Blick nimmt, sondern retrospektiv höchst unterschiedliche Aspekte beleuchtet, freut den Rezensenten. Wenn Kaltenbrunner auch feststellen muss, dass Bauen vor allem Unbehagen und dem gesellschaftlichen Wandel ins Gesicht zu sehen heißt. Diesen schweren, materialreichen Band nimmt er als Schritt in die richtige Richtung, hin zum besseren Bauwerk.
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