Mit 1000 farbigen und Schwarz-Weiß-Abbildungen. Das Handbuch der Stadtbaukunst vermittelt grundlegendes Wissen für den städtebaulichen Entwurf. Stadträume, Hofräume, Platzräume und Straßenräume werden anhand von 150 Beispielen aus über 70 deutschen Städten maßstäblich dargestellt, analysiert und verglichen. Das vierbändige Werk dokumentiert eindrucksvoll die in der Leipzig-Charta beschriebenen Qualitäten der europäischen Stadt: Schönheit und Dauerhaftigkeit, Nutzungsmischung, soziale Vielfalt, Dichte und die Trennung in öffentliche und private Räume. Herausgeber Christoph Mäckler knüpft an die Lehrbücher von Cornelius Gurlitt, Raymond Unwin und Josef Stübben aus dem frühen 20. Jahrhundert an und liefert eine fundierte Anleitung zum Bauwerk Stadt. Mit Beiträgen von Vittorio Magnago Lampugnani, Christoph Mäckler, Werner Oechslin, Alexander Pellnitz, Jan Pieper, Birgit Roth, Mirjam Schmidt, Wolfgang Sonne, Jürg Sulzer und Anne Pfeil sowie Thomas Will
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2022
Rezensent Michael Mönninger kritisiert den erhobenen Zeigefinger in dem von Christoph Mäckler herausgegebenen Handbuch zur Stadtbaukunst. Aus fast allen enthaltenen Aufsätzen hört Mönninger den "Ordnungsruf" nach überkommenen städtischen Organisationsfomen heraus. Für ein Lehrbuch, das seiner Meinung nach "Wahlfreiheit" braucht, keine so gelungene Perspektive, findet er. Auch versammelt der Band für ihn zu viele Gemeinplätze zur urbanen Strukturierung und zu wenige lebensnahe Vorschläge. "Wertvoll" allerdings findet der Rezensent Mirjam Schmidts Text über urbane Kolonnaden und Arkaden. Als "Entwurfshilfe" aber wird der Band kaum taugen, glaubt Mönninger.
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