Herausgegeben von Claudia Liebrand und Ursula Renner. Der vorliegende Band versammelt Texte der Romanistin Waltraud Gölter zur Feministischen Psychoanalyse, Autobiografieforschung und zum Oeuvre von Michel Leiris. Die zwischen 1979 und 1999 entstandenen Studien spannen einen Bogen von Theoriekonfigurationen Adornos und der Kritischen Theorie über die französische Psychoanalyse Lacans, Kristevas und Irigarays bis zur Dekonstruktion und zum Alteritätsdenken. Nachdruck gewinnen die präzisen Lektüren kanonischer und nicht-kanonischerTexte (nicht nur) der französischen Literatur durch ihre so souveräne wie akribische Verortung in den entfalteten Theorie-Kontexten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.04.2004
Bisher ist das ohnehin eher schmale Werk der vor wenigen Jahren verstorbenen Romanistin Waltraud Gölter weit verstreut gewesen, doch nun endlich ist ein Band erschienen, der die drei Hauptbereiche ihrer Arbeit, Psychoanalyse und Feminismus, Michel Leiris sowie Tagebuch und Autobiographie, fast vollständig umfasst, schreibt der "Id." zeichnende Rezensent. Der Band mache deutlich, wie "anspruchsvoll und staunenswert vielfältig" das Werk Gölters eigentlich sei. Mit unermüdlichem Ernst und Engagement habe sich Gölter mit den Gegenständen ihrer Arbeit auseinandergesetzt, glücklicherweise jedoch ohne sich dabei in "pompösen Theorieüberhängen oder terminologischen Wucherungen" zu verlieren, wie dies bei ihren Kollegen so häufig der Fall sei, lobt der Rezensent.
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