Herausgegeben von Julia Reuter, Markus Gamper, Christina Möller und Frerk Blome. Mit 30 Abbildungen. Noch immer gibt es große Hürden für einen Bildungsaufstieg - nach wie vor stammt nur eine Minderheit der Professor*innen aus der Arbeiterklasse. Was bedeutet es diesen Aufsteiger*innen, eine Professur erreicht zu haben? Wie erleben sie die Universität und das Versprechen der Chancengleichheit? Und wie haben ihre eigenen Aufstiegserfahrungen sie als Wissenschaftler*innen geprägt? Erstmals äußern sich in diesem Buch Professor*innen unterschiedlicher Fächer zu ihrem "Klassenübergang" und zur Verknüpfung von sozialer Herkunft und Wissenschaft. Gerahmt werden die persönlichen Schilderungen durch ausgewählte Beiträge aus der Ungleichheitsforschung, u.a. von Christoph Butterwegge, Michael Hartmann und Andrea Lange-Vester.
Rezensent Uwe Schütte erfährt aus dem von Julia Reuter, Markus Gamper, Christina Möller und Frerk Blome herausgegebenen Band durchaus Bekanntes über den Hürdenlauf deutscher Arbeiterkinder auf dem Weg zur Professur. Dass das Versprechen "Aufstieg durch Bildung" eine Lüge ist, weiß er schon, bekommt es von den Autoren aber noch einmal in "aller wissenschaftlichen Ausführlichkeit" soziologisch dargelegt. Spannender dagegen findet er die im Band enthaltenen autobiografischen Essays von Professorinnen und Professoren über ihren eigenen Weg nach oben. Die Wege sind unterschiedlich, aber die Erfahrungen von Ablehnung und lebenslangen Unsicherheitsgefühlen gleichen sich, stellt Schütte betrübt fest.
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