Volker Koop

In Hitlers Hand

Sonder- und Ehrenhäftlinge der SS
Cover: In Hitlers Hand
Böhlau Verlag, Köln 2010
ISBN 9783412205805
Gebunden, 295 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Oppositionelle Deutsche sowie prominente Politiker aus dem europäischen Ausland wurden unter Hitlers und Himmlers Ägide als Sonder- und Ehrenhäftlinge gefangen gehalten, um als Geiseln bei Verhandlungen mit den Alliierten oder als Faustpfand für den Austausch von Kriegsgefangenen dienen zu können. In den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Buchenwald und Dachau hielt die SS jahrelang Sonder- und Ehrenhäftlinge aus dem In- und Ausland gefangen. Daneben beschlagnahmte sie zur Unterbringung hochgestellter Staatsgefangener auch Schlösser, Burgen und Hotels. Diese in der Regel streng isolierten Häftlinge hatten einen besonderen Status. Häufig wurde ihnen sogar eigenes Dienstpersonal zugestanden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.02.2011

Erhellend findet Ludger Heid diese Studie über die Gefangenen der SS, die Volker Koop vorgelegt hat. Die sogenannte "Sonder- oder Ehrenhaft" der SS, die über prominente Gefangene, insbesondere Repräsentanten von besetzten Ländern, verhangen werden konnte, erscheint ihm als eine der "absonderlichsten" Maßnahmen der Nazis. Heid attestiert dem Autor, die Sonderbehandlung dieser Gefangenen, die mitunter in zu KZ-Außenkommandos umfunktionierten Luxushotels untergebracht waren, instruktiv darzustellen. Die Studie führt für ihn die Beugung des Rechts unter Hitler vor Augen, zeigt sie doch, dass Hitler in seiner Willkür Gegner brutal ermorden, aber auch unehrenhaft am Leben lassen konnte.
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