Endlich kehrt der prachtvolle Burgschatz mit der Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, nach Altusried zurück. Vor Jahrzehnten wurde unter der Burgruine Kalden der sagenhafte Schatz gefunden und ging auf weltweite Ausstellungsreise. Nun muss Kluftinger an einer Arbeitsgruppe teilnehmen, die eigens für die Sicherung der Kostbarkeiten gegründet wurde. Priml! Dabei hat er doch ganz andere Probleme: Er hat den Mord an einer alten Frau aufzuklären, der zunächst als natürlicher Tod eingestuft wurde. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Kluftingers Nachforschungen werden dadurch erheblich erschwert, dass sein Auto gestohlen wird, was er aus Scham allerdings allen verschweigt den Kollegen und sogar seiner Frau Erika.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2012
Für Martin Halter ist mit dem sechsten Kluftinger-Roman der Punkt erreicht, da der Witz zum Klamauk und der Allgäu-Krimi zum Marketing-Gag wird, mitsamt Klufti-Taschen und Klufti-Comedy-Lesungen. Das Gefahrenpotenzial war eh mäßig, aber auch was die beiden Autoren ihrem etwas depperten Ermittler Kluftinger an inneren wie äußeren Werten mitgeben, mag Halter nicht recht ernst nehmen. Dümmlicher kann keine Handlung, keine Figur sein, schimpft Halter, dem die vom Duo Klüpfel/Kobr breitgetretenen Allgäu-Klischees und die "postfeministischen" Ansichten ihres Ermittlers nur noch auf die Nerven gehen.
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